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Kamelle fliegen in den Zug: Karneval "umgekehrt" an der Regenbogenschule Moers-Meerfeld

Regenbogenschule : Karneval „umgekehrt“ in Meerfeld

Beim Zug der Regenbogenschule flogen den jungen Teilnehmern Kamelle zu.

So bunt wie die Farben des Regenbogens und so vielfältig und lebendig wie die Kinder selbst: So ist der Kinder-Karnevalszug der Regenbogenschule Meerfeld. Am Freitagmorgen zogen die rund 260 Schulkinder und ihre Lehrerinnen wieder mit ihren Bollerwagen los, tanzten und jubelten in ihren phantasievollen Kostümen und sammelten fleißig Süßigkeiten. Die wurden von Eltern, Geschwistern und Großeltern am Straßenrand mit lautem Helau in den Zug geworfen.

Eine schöne Tradition, bei der die Schulkinder im Mittelpunkt stehen. Bei den Kostümen gibt es keine Vorgaben. „Vielfältig und individuell – das passt zu unserer Schule“, meint Schulleiterin Alexandra Kipper, die als Zebra verkleidet ist. Auf dem Bollerwagen der Bärenklasse, die den Zug anführt, ist das Klassentier aus Pappmaché zu erkennen und ein Wald aus grünem Filz und herbstlichen Blättern. Passend dazu laufen ein kleiner Bär und ein kleiner Fuchs hinter dem Wagen. Aber auch Batman ist dabei, Feen mit Einhorn-Haarreifen, Harry Potter und Hermine, ein Punk und Pippi Langstrumpf.

Es ist einer der Höhepunkte des Jahres, auf den die Kinder sich lange freuen. Jede Klasse hat ihren Wagen liebevoll ausstaffiert: Luftballons, Luftschlangen und Kreppbänder flattern im Wind. Die Klasse 1 c hat eine Eisscholle mit dem Pinguin als ihrem Wappentier gestaltet, bei der 2b grast „Suse, das Schaf“ auf dem Wagen, und die Fuchsklasse hat plakatiert „Mögen die Füchse mit euch sein!“.

Bei manch aufwendig gestaltetem Wagen haben Eltern mitgeholfen, verrät die Schulleiterin. So auch beim Planetenwagen. Anlass dazu war nicht das Thema „Weltraum“ im Sachunterricht. Die bunt bemalten Papp-Planeten unseres Sonnensystems zieren den Bollerwagen. Aus mehreren Bluetooth-Lautsprecherboxen tönt Karnevalsmusik, die über den Zug verteilt sind.

Die Beteiligung der Meerfelder Kindergärten hat Tradition: Die Kinder der Kita „Bauklötzchen“ direkt neben der Schule sind gut vorbereitet. Jedes steht mit einem bunten Plastikbecher in der Hand am Straßenrand. Damit werden aus einer großen Kiste Bonbons und Gummibärtütchen geschöpft, die dann den Schulkindern zugeworfen werden. Selbstverständlich haben die Kleinen auch schon kräftig Karneval gefeiert und Süßigkeiten bekommen. Doch geben zu können, sei schließlich auch wichtig, sagt eine der Erzieherinnen, und offenbar macht es genauso viel Spaß, wie selbst etwas zu bekommen.

Viele Eltern sparen sich ihr Wurfgut auf und laufen den ganzen Weg mit, so dass auch am Ende des Zugwegs noch unter Jubel geworfen wird. Mit dem Konrad-Adenauer-Kindergarten wartet noch eine weitere Einrichtung auf ihren Wurf-Einsatz. Und so kehren die zwölf Klassen nach ihrer bunten Runde mit gut gefüllten Bollerwagen zurück in die Schule und freuen sich auf ein langes, fröhliches Karnevals-Wochenende.