Jungunternehmer aus Moers wollen Freefall-festival

Moers : Jungunternehmer wollen Freefall-Festival

Acht 21- bis 33-Jährigen denken darüber nach, wieder draußen ein kostenloses Fest für junge Bands aus dem Moerser Raum zu organisieren. Seit Anfang des Jahres treffen sie sich und wurden jetzt vom Bürgermeister eingeladen.

Elf Mal stieg das Freefall Festival im Stadtpark, 2015 zum letzten Mal. Denn die ehrenamtlichen Organisatoren, die 2005 das Festival als Zivildienstleistende oder Studenten ins Leben gerufen hatten, waren älter geworden. Als Mütter oder Väter in vollem Berufsleben haben sie nicht mehr die Zeit, „nebenbei“ ein Fest auf diesem Niveau zu planen und zu managen. Jetzt denken acht Jungunternehmer darüber nach, wieder draußen ein kostenloses Festival für junge Bands aus dem Moerser Raum zu organisieren.

„Gerne würde wir das Freefall Festival reaktivieren“, erzählte Isis Willwerth, als sie und drei weiteren Gruppenmitglieder am Dienstagnachmittag Bürgermeister Christoph Fleischhauer und Wirtschaftsförderer Frank Putzmann besuchten. „Es hatte immer sehr viele Fans. In unseren Reihen haben wir mehrere Unternehmer aus dem Event-Management.“

Ein kostenfreies Festival für junge Bands vom Niederrhein zu organisieren (das allerdings nicht mehr Freefall Festival heißen dürfte) wäre das erste größere Projekt der Gruppe der Jungunternehmer, die seit Herbst letzten Jahres besteht, als Isis Willwerth in das Unternehmen „Lady Fitness Moers“ an der Essenberger Straße einstieg.

„Wir haben den gleichen Freundeskreis“, berichtete sie als Sprecherin der jungen Gruppe. „Teilweise kennen wir uns noch aus unserer Schulzeit. Wir sind ein loser Zusammenschluss von jungen Unternehmern. Wir haben die gleichen Fragen und Probleme, helfen uns gegenseitig. Wir treffen uns oder tauschen uns über die Sozialen Netzwerke aus.“ Mit einem gemeinsamen Projekt könne die Gruppe wachsen, findet Antonios Perezidis, der im Restaurant „Rhodos bei Savvas“ seiner Eltern an der Römerstraße in Asberg arbeitet. Schließlich soll es nicht bei den acht Mitgliedern bleiben.

Neben Isis Willwerth und Antonio Perezidis sind es zurzeit Eventmanager Marcel Popek, DJ Marc Frick, Promoterin Tessa Hövel, Dima vom Tattoostudio „Art Makia“, Eventveranstalter Peter Anton sowie David und Franco Dominguez von der Tapasbar „Brown Sugar“ in der Moerser Altstadt. Isis Willwerth ist mit 21 Jahren die Jüngste in der Gruppe, Franco Dominguez mit 33 Jahren der Älteste.

„Sie haben Energie und sind erfrischend“, lobte Christoph Fleischhauer beim Treffen am Dienstag die Jungunternehmer, von denen er im März das erste Mal gehört hatte, als er das Fitnessstudio „Lady Fitness“ besucht hatte. Er finde es gut, wenn sich Moerser für ihre Stadt engagieren. Gleichzeitig bremste er die Jungunternehmer. Es sei schon ein sehr großer Aufwand, ehrenamtlich ein Festival zu organisieren, das mit dem Freefall Festival vergleichbar sei. Gleichzeitig hätten die früheren Organisatoren zugesagt, ein neues Team zu unterstützen, wenn das Festival unter neuem Namen wieder ins Leben gerufen werden sollte.

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