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Im Wallzentrum in Moers: Neues Diskussionsformat zur Stadtentwicklung

Im Wallzentrum in Moers : Neues Diskussionsformat zur Stadtentwicklung

„Utopie und Realität“ lautet der Titel der ersten Ausgabe am nächsten Dienstagabend, zu dem vom Zentrum „Das W“ ab 19.30 Uhr ins Wallzentrum eingeladen wird. Der neue „Diskurs zum urbanen Zusammenleben“ betrachtet den Städtebau und die Stadtentwicklung von einer menschlichen Seite.

Das Dreischeibenhaus in Düsseldorf, die Ruhr-Universität in Bochum und das Standard Bank Centre in Johannesburg in Südafrika stammen aus der Feder der Düsseldorfer HPP Architekten GmbH, die sich in den 1960er Jahren ein nationales sowie internationales Renommee erarbeitet hatte. In den 1970er entwarf die HPP das Wallzentrum in Moers im Stil der Zeit. Dieses Wallzentrum steht im Mittelpunkt einer neuer Diskursreihe im „Das W – Zentrum für urbanes Wohnen“. „Utopie und Realität“ lautet der Titel der ersten Ausgabe des neuen Formats am nächsten Dienstagabend, zu dem vom Zentrum „Das W“ ab 19.30 Uhr ins Wallzentrum eingeladen wird.

Der neue „Diskurs zum urbanen Zusammenleben“ betrachtet den Städtebau und die Stadtentwicklung von einer menschlichen Seite aus. „Wie wirkt sich die Gestaltung der Objekte und Räume auf die Beziehung aus, die Menschen dazu aufbauen?“, lautet die Frage, die sich Nikolas Beucker stellt. „Diese Beziehung beeinflusst die Beziehung der Menschen untereinander.“ Beucker ist Professor an der Hochschule Niederrhein in Krefeld, um in seinem Fachbereich Public and Social Design genau diese urbanen und humanen Beziehungen wissenschaftlich zu betrachten. Jetzt ist er auch zweimal im Jahr Moderator des neuen „Diskurses zum urbanen Zusammenleben“.

Dieser Diskurs beginnt mit zwei Impulsreferaten, die 15 bis 20 Minuten lang dauern. Daran schließt sich eine Diskussion an, an der sich die Besucher beteiligen können. Zur Premiere am nächsten Dienstag ist der eine Impulsreferent Constantin Alexander. Der Berater für nachhaltige Stadtentwicklung lebt im Ihme-Zentrum im Hannoveraner Stadtteil Linden, das wenige Jahre vor dem Wallzentrum entstand und ursprünglich ein Komplex für Geschäfte, Büros sowie Wohnungen war, allerdings fünf Mal größer. Er setzt sich für die Transformation dieses Ihme-Zentrums ein, das einmal als Utopie galt, die Realität geworden war.

Der andere Impulsreferent ist Thorsten Kamp. Der Beigeordnete schaut auf die Geschichte des Gebäudes. Er ist auch ein Freund der sanften Transformation. „Bei 178 Eigentümern ist es aber nicht leicht, einen Konsens zu finden.“, weiß er.

Für den ersten Diskurs am 29. September ist eine Anmeldung erforderlich: Entweder über die Email dasw@schlosstheater-moers.de oder unter der Telefonnummer 02841 9164 921. Der Eintritt ist frei. Die Personenzahl ist auf rund 30 beschränkt.