Rheurdt: Im Rheurdter Reparatur-Café gibt es viel zu tun

Rheurdt : Im Rheurdter Reparatur-Café gibt es viel zu tun

Das Angebot im Haus Quademechels hat sich gut etabliert. Zur siebten Ausgabe kamen 20 Kunden.

Das Rheurdter Reparatur-Café im Haus Quademechels hat sich einen Namen gemacht. Innerhalb von drei Stunden kamen diesmal rund 20 Besucher. Im Gepäck hatten sie zum Beispiel defekte Haushalts- und Gartengeräte oder kaputte Fahrräder. Selbst eine Kindereisenbahn kam wieder in Gang. Ein Plattenspieler und ein Dampfbügeleisen sind wieder dienstbereit. Möglich ist auch das Ausbessern von Kleidung oder Nähen von Gardinen. Frank Hoffmann, der mit Helfern diese mobile Werkstatt ins Leben gerufen hat, zeigte sich zufrieden über den Zuspruch. "Bei unseren Terminen brummt es richtig. Wir lernen bei der Reparatur immer noch dazu", so sein Fazit.

Hildegard Wutzka hat einen Warmhaltebehälter, der immerhin schon seit fünf Jahren bei Festen gute Dienste leistet, Gegrilltes und andere Speisen warm hält. "Die Heizspirale tut es nicht", sagt Alf Bockheim, der den Haushaltshelfer bereits auseinandergenommen hatte. "Wir haben uns so daran gewöhnt, weil das Gerät sehr praktisch ist. Einen Versuch ist es wert", so Hildegard Wutzka. Entsorgen will sie das Gerät erst, wenn nichts mehr zu machen ist und wirklich kaputt ist. Die Möglichkeit, damit einfach ins Reparatur-Café zu kommen, freut sie. "Wir haben kein Elektrogeschäft mehr in Rheurdt. Und nach Kamp-Lintfort oder Moers komme ich nicht", sagt sie. Elektriker und Schrauber Alf Bockheim hat die Sache im Griff. "Es scheint wieder zu funktionieren", meint er. Hildegard Wutzka strahlt. Das nächste Fest kann kommen.

Sieben Fachleute bieten regelmäßig ihre handwerklichen Dienste im Ehrenamt an. Ihre Arbeitsplätze sind mit Klemmlampen, Taschenlampen, Lötkolben, Messgeräten und anderem Handwerkszeug ausgestattet. Manches Ersatzteil haben sie in ihrem Fundus. Verschleißteile können sie oft auswechseln. Eine Reparatur im Fachhandel übersteigt oftmals den Wert des Gegenstandes und lohnt nicht. Das Gerät wird dann entsorgt. Hoffmann: "Wenn Dinge bestellt werden müssen, übernimmt der Besitzer des Gerätes die Kosten. Alles andere wird über eine Spende geregelt."

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"Schwierigkeiten machen die maschinell verbauten Teile, die wir manuell auf- und wieder zuschrauben. Eine Gewährleistung übernehmen wir nicht", sagt Alf Bockheim. Oft handelt es sich um Importware, die nicht an die alte Qualität deutscher Haushaltsgeräte heranreicht.

Natürlich gibt es in der Reparaturwerkstatt auch das Tässchen Kaffee, womit auch der Name geklärt wäre. Am Samstag, 23. Juni, 9 bis 12 Uhr, öffnet das nächste Reparatur-Café im Haus Quademechels, Rathausstraße 23.

(sabi)
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