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Moers: Hoerstival: Der Himmel hatte ein Einsehen

Moers : Hoerstival: Der Himmel hatte ein Einsehen

Rund 350 Jugendliche kamen am Samstag zu dem christlichen Rockfestival. Der prasselnde Regen hörte vor dem Beginn auf.

"Christ zu sein, ist nicht altmodisch. Denn Jesus passt auch ins Leben von Jugendlichen." So beschreibt Lea Meister die Idee, die hinter dem Hoerstival steht. Die 24-jährige ist neben Laura Nehrenheim Sprecherin des Teams, das jedes Jahr das christliche Musikfestival in Hoerstgen organisiert. Es steht unter dem Motto "Celebrate Jesus" steht, zu deutsch "Feiert Jesus"

Am Samstagabend ging dieses Open-Air-Festvial, das immer kurz nach den Sommerferien gefeiert wird, zum mittlerweile 16. Mal über die Bühne. Danach hatte es am Samstagmorgen nicht ausgesehen. Denn es regnete in Strömen, als die 20 Jugendlichen des Organisationsteams die Molkereistraße absperrten und die Bühne hinter dem Eckhaus der Freien evangelischen Gemeinde aufgebaut wurde. Doch das brachte niemanden aus der Ruhe. "Beim Hoerstival hat es noch nie geregnet", meinte Wilhelm Buyken als Mitglied der Gemeindeleitung. "Das wird auch beim 16. Mal so sein." Er sollte Recht behalten. Denn am Nachmittag klarte es etwas auf und der Dauerregen endete.

Hielt dieses unbeständige Wetter einige Jugendliche ab, zum Open-Air-Konzert zu fahren? Zumindest kamen weniger als in Jahren, in denen zum Hoerstival die Septembersonne schien und 500 Zuhörer anlockte. Diesmal waren es geschätzte 350, vor allem aus Hoerstgen, Sevelen, Issum und Kamp-Lintfort, aber auch vom übrigen Niederrhein. Davon zelteten 30 in Hoerstgen.

"Das Hoerstival ist eine feste Größe", sagt Lea Meister. "In Schulen und Bussen hängen Plakate. Außerdem lädt jeder Aktive seine Freunde über Facebook ein, die wieder ihre Freunde einladen."

Zudem merken sich viele Fans, von denen die meisten zwischen 15 und 25 Jahren alt sind, den Termin für das nächste Open-Air-Festival vor, wenn sie einmal dagewesen sind. Denn sie wissen, welche Musik sie dort erwartet, die nicht unbedingt gängig oder Mainstream ist. Das kann etwa Pop-Rock mit deutschen Texten sein, der diesmal von Tobias Hundt und Band präsentiert wurde. Die fünfköpfige hessische Gruppe spielte eigene, melodiöse Songs, die sie mit Texten unterlegte, die religiös gedeutet werden konnten.

Nachdem diese Band nach eineinhalb Stunden und viel Applaus die Freiluftbühne verlassen hatte, zeigten sich "Draw The Parade" im Scheinwerferlicht. Die fünf niederländischen Musiker vermischten Pop und Ska, also jazzigen Sound von Saxofon und Posaune. Dabei improvisierten sie viel und banden auch die jugendlichen Fans mit ein, wenn diese Text und Melodie vorschlagen durften. "Sacrety" war kurz vor Mitternacht die dritte Gruppe. Die fünf schwäbischen Musiker vermischten Elektropop mit Hardrock und Punk zu einem eigenen Sound. Damit trafen sie den Geschmack der Hoerstivalfans, die eine Zugabe forderten und erhielten.

Am Sonntagmorgen wurde auf der Festivalbühne noch ein Freiluftgottesdienst mit Andreas Schlüter, dem Bundesjugendreferenten der Freien evangelischen Gemeinden, gefeiert. Die Fans des Hoerstivals blickten schon auf das nächste Festival, das im September 2014 über die Freiluftbühne geht.

(got)