Erfolge in Moers: Höher, weiter, Enni

Erfolge in Moers : Höher, weiter, Enni

Mit 187,5 Millionen Euro Umsatz in 2017 legt der Energieversorger den bislang höchsten Wert der Unternehmensgeschichte vor.

Die Enni Energie & Umwelt Niederrhein hat 2017 wieder dunkelgrüne Zahlen geschrieben. Zum sechsten Mal in Folge ist es dem mittlerweile Rundum-Versorger, der im Jahr 2000 aus der Fusion der Stadtwerke Moers und Neukirchen-Vluyn hervorging und heute bundesweit Kunden, darunter 350 große Unternehmen wie Dr. Oetker, Vorwerk und Grillo, unter anderem mit Strom und Gas beliefert, ein deutlicher Ergebnissprung gelungen. Gelandet ist die Enni im vergangenen Geschäftsjahr auf dem Rekordergebnis von 187,5 Millionen Euro - trotz stabiler Energie- und Wasserpreise.

Das macht ein Plus zum Vorjahr von etwa fünf Prozent und ist der bislang höchste Wert der Unternehmensgeschichte. Den Städten Moers und Neukirchen-Vluyn spült das Millionenbeträge in die Kassen.

"Tatsächlich hat sich der Umsatz seit der Gründung etwa verdreifacht", sagte Geschäftsführer Stefan Krämer am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz. "Und das heißt auch: Im freien Markt sind wir heute erfolgreicher als damals im Monopol." Die Enni profitiert also vom Wettbewerb.

Für die guten Zahlen macht Krämer vor allem die vielen Aktivitäten außerhalb des alten Kerngeschäfts verantwortlich. "Deutlich über ein Drittel des gesamten Ergebnisses stammen aus Geschäftsfeldern, die Enni bei Unternehmensgründung noch gar nicht auf dem Schirm hatte", sagt er. Knapp 1,8 Millionen Euro steuerten allein die Beteiligungen an Unternehmen wie der Fernwärme Niederrhein, der Biokraft Moers/Dinslaken oder der Enni Solar zum Ergebnis bei. Auch der frühe Einstieg in die regenerative Energieproduktion, die gute Rolle als kaufmännischer und technischer Dienstleister für Unternehmen am Niederrhein und der Mut zu einem ohne Dumpingpreise agierenden bundesweiten Energievertrieb wirkten, heißt es.

Hinzu kommen Hoffnungsträger, die sich - wie das Telekommunikationsgeschäft - offenbar gut entwickeln. 2017 stieß die Enni durch den gezielten Ausbau ihres Breitbandnetzes in das Endkundengeschäft mit Telefonie und schnellem Internet vor. Dieses Zukunftsfeld will Krämer künftig niederrheinweit besetzen und hat deswegen bei der Ausschreibung zum Ausbau des Breitbandnetzes in der Wir-4-Region den Hut in den Ring geworfen.

Grundsätzlich blieb bei der Enni im vergangenen Jahr aber das Energiegeschäft dominant. Beim Absatz von Strom wurde mit 533 Millionen verkauften Kilowattstunden eine neue Bestmarke erzielt. Auch beim Gas gab es mit 830 Millionen abgesetzten Kilowattstunden einen neuen Rekord. Mehr als 18.000 Haushalte bezogen 2017 zwischen Flensburg und München Strom oder Gas aus der Grafenstadt.

Konzentrieren will sich Krämer künftig aber trotzdem vor allem auf den Niederrhein: "Durch den Gewinn der Konzession zum Betrieb des Gasnetzes in Uedem steht das Unternehmen vor dem Entwicklungssprung vom Stadtwerk zum Regionalversorger."

(RP)
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