Moers: Hochschulbau kann starten

Moers : Hochschulbau kann starten

Aus dem Architekturbüro van Ooyen aus Straelen stammt der Entwurf für den Neubau der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort. Mit dem Bau des 40-Millionen-Euro-Projekts soll im August 2011 begonnen werden.

Einige Fragen müssen noch geklärt werden. Unter anderem steht das Raumprogramm noch nicht, einige Professoren sind noch nicht berufen. Doch wie die Hochschule Rhein-Waal (HRW) in Kamp-Lintfort aussehen wird, ist klar. Die Gestaltung folgt dem Entwurf des Straelener Architekturbüros van Ooyen.

1. Preis bei 14 Teilnehmern

Michael van Ooyen und sein Team hatten beim Architektenwettbewerb für den HRW-Neubau mit ihrem für das pbr Planungsbüro Rohling aus Osnabrück entwickelten Entwurf den 1. Preis geholt (die RP berichtete). Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB) als Bauherr hatte den Wettbewerb ausgelobt, 14 Büros hatten Arbeiten eingereicht.

Im Nachgang zum Wettbewerb wurden die drei ersten Preisträger vom BLB zu Verhandlungen eingeladen. Dabei mussten unter anderem die Bau- und Unterhaltungskosten sowie ein leistungsfähiges Planungsteam für sämtliche bei dem Projekt anfallende Architekten- und Ingenieurleistungen vorgestellt werden.

"Im Gegensatz zu den Entwürfen der Mitbewerber musste unser Entwurf nicht überarbeitet werden, da bereits alle städtebaulichen, funktionalen und gestalterischen Vorgaben erfüllt waren", berichtete van Ooyen. Die letzte Hürde, eine zweiwöchige Einspruchsfrist der Mitbewerber, ist nach seinen Angaben ebenfalls genommen.

Die neue Hochschule soll auf dem ABC-Gelände am südwestlichen Rand der Innenstadt Kamp-Lintforts sowie im nördlichen Bereich des Bergwerks West entstehen. Vorgaben waren unter anderem die gute Anbindung an die Innenstadt und im südlichen Bereich ein ortsbildprägender Altbaumbestand sowie die Nähe zum angrenzenden Naturraum der Großen Goorley.

Eine weiteres Kriterium: Die Nord-Süd ausgerichteten, zwei- bis dreigeschossigen Neubauten der Hochschule nehmen die linearen Strukturen des südlich angrenzenden Bergwerks auf.

Der Kernbereich besteht aus vier Baukörpern. Wie ein Bumerang nimmt sich der Grundriss eines Fachbereichsgebäudes aus, das durch eine Brücke mit einem zweiten Fachbereichsgebäude verbunden ist. Quadratisch ist das Hörsaalzentrum mit Bibliothek, langgestreckt der Trakt mit Mensa, Cafeteria und Verwaltung. "Das Hörsaalgebäude ist zum Campus hin transparent", erklärt van Ooyen. Aus energetischen Gründen habe man ansonsten auch auf geschlossene Flächen geachtet.

Der Terminplan sieht vor, dass der Bauantrag des 40-Millionen-Euro-Projekts unter Federführung von Rohling bis Ende des Jahres gestellt wird. Im August 2011 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung ist 2013 geplant.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hochschule Rhein-Waal: Bilder der Baustelle

(RP)
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