Moers: Hilfe für die Fellnasen von Santorin

Moers : Hilfe für die Fellnasen von Santorin

Angelika Kaiser und Mike Peun aus Kamp-Lintfort waren anderthalb Wochen auf der griechischen Insel unterwegs. Dort verteilten sie Hilfsgüter für Tiere in Not. Im Oktober wollen sie wieder zurück - und einen Stall bauen.

Zehn Tage war das Paar in Griechenland, jetzt ziehen sie Bilanz. In den kommenden Tagen wollen die Tierschützer den Spendern von der Reise berichten. Foto: Reichwein

Insgesamt mehr als zehn Tage waren die beiden Kamp-Lintforter Tierfreunde Angelika Kaiser und Mike Peun mit einem 40-Tonner voller Sachspenden für ein Tierheim auf der griechischen Insel Santorin unterwegs gewesen (die RP berichtete von der Aktion). Seit Montag sind sie wieder da und bereiten jetzt ihre dabei gemachten Erlebnisse für einen ausführlichen Bericht an all jene auf, die sich an der Spendenaktion beteiligt hatten.

Gut ein Jahr ist es jetzt her, dass die beiden durch eine verletzte Katze auf das dortige Tierheim "Sawa" aufmerksam geworden waren, das zu dem Zeitpunkt gerade dabei war, eine neue Bleibe für rund 80 herrenlose Hunde, zehn altersschwache Esel und zahllose hungernde Katzen zu bauen. Aus dem Wunsch heraus, dabei zu helfen, starteten der Berufskraftfahrer Mike Peun und seine Frau nach ihrer Rückkehr eine ungewöhnliche Spendenaktion, die sie schließlich am 2. Juni, diesmal mit einem 40-Tonner voller Hilfsgüter, erneut nach Santorin aufbrechen ließ. Insgesamt vier verschiedene Staaten mussten sie dabei durchqueren, bevor sie am 7. Juni, der gleichzeitig Mikes Geburtstag und ihr Hochzeitstag war, mit dem Lastwagen am Abend in Piräus auf die Fähre gingen, um dann nach einer fast achtstündigen Seereise nachts endlich im Santoriner Hafen anzukommen.

"Dort haben wir uns nach der langen Fahrt erst einmal ein wenig ausgeruht, bevor uns Dave, der kanadische Mann der Tierheimleiterin am nächsten Morgen abgeholt hat", berichtete Angelika Kaiser. Zu diesem Zeitpunkt ahnten sie noch nicht, dass der Inhalt des Lastwagens für den weiteren Transport auf eine Reihe kleinerer Fahrzeuge umgeladen werden musste. "Ich glaube, die Helfer wussten vorher nicht, wie viel in so einen 40-Tonner hineinpasst", lächelte Mike Peun bei der Erinnerung an die bei gut 36 Grad Außentemperatur riesige Plackerei. "Dennoch hat niemand gemeckert. Alles ging ganz locker Hand in Hand."

Auch, dass viele der Hilfsgüter zunächst erst einmal provisorisch in mehreren verschiedenen Lagerräumen untergebracht werden mussten, schien trotz des wenige Tage später geplanten Umzugs der Tiere niemanden zu nerven. Den konnten Angelika Kaiser und ihr Mann jedoch nicht mehr miterleben. Der Chef von Mike Peun hatte den Laster und das Benzin "nur" für die Hinfahrt spendiert. Die Rückfahrt war bereits für eine "normale" Fracht gebucht.

Ob es demnächst vielleicht eine ähnliche Spendenaktion für das Santoriner Tierheim geben wird, steht noch nicht fest. Zunächst werden Angelika Kaiser und Mike Peun erst einmal im Oktober dorthin fliegen und erneut ihre Hilfe anbieten. Diesmal beim Aufbau des von ihnen mitgebrachten Eselstalls.

(lang)
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