Heinrich Bücker stellt sein neues Buch in Moers vor.

Kirche in Moers : Heinrich Bücker stellt sein neues Buch in Moers vor

Es war wie eine Heimkehr. Der emeritierte Pfarrer Heinrich Bücker war zu Gast in seinem ehemaligen Wirkungskreis – er kam, um sein neues Buch „Glück“ vorzustellen. „Was ist Glück?“ fragt er in seinem 10. Werk.

Die Gemeinde St. Josef bereitete ihm einen herzlichen Empfang. Bücker kam auf Einladung der Barbara-Buchhandlung – deren Leiterin Kathrin Olzog hat das Treffen und die Lesung organisiert und vorbereitet. Mit im Boot: die dreiköpfige Sakro-pop-Band Soma aus Marl. Sie rundete mit ihren Gesängen den Vortrag ab und schlug so eine musikalisch-verbindende Brücke zur Lektüre. Das Soma-Trio: Sylvia Gräber, Kai Hegner und Jörg Schneider hat eine lange und bewegte Geschichte. Seit 2014 sind sie mit Heinrich Bücker unterwegs. „Wir sind freundschaftlich verbunden“, erzählt Jörg Schneider. „Es gibt eine Seelenverwandtschaft, seine lyrischen Texte und seine tief gehenden Erzählungen finden sich in unserer Musik wieder.“ Apropos Soma: Allein schon der Name weist eine Besonderheit auf. Zu Grunde liegt eine gedankliche Spielerei: In umgekehrter Richtung gelesen verweist er auf Amos – den sozialkritischen Propheten aus dem Alten Testament. Protestlieder und kritisches Denken fanden zunächst Einzug in die Gruppe und in die Gottesdienste. In den 70er Jahren trat dann Soma in Aktion und legte neue Ideen zugrunde. Die Gruppe musiziert seit exakt 50 Jahren. Am Anfang standen die so genannten „Beatmessen“, die ein Jugendchor gestaltete, Lieder aus bekannten Musicals standen auf dem Programm, der Mitbegründer und mittlerweile verstorbene Pfarrer Hermann Josef Coenen schrieb moderne Texte in englischer Originalversion, um sie dann an den Sonntagen in den Gottesdiensten vorzustellen. Die Erinnerung an den engagierten Pfarrer wird von Soma intensiv wach gehalten. Als literarisches Vermächtnis veröffentlichten sie die CD „Menschen leben Menschenleben“, zu der Coenen die Texte geschrieben hat. Sehr bald aber produzierte Soma schon die ersten Langspielplatten, zum Beispiel „Unser Sonnengesang“. Das Thema „Programm-Musik“ stand im Raum: Die Gottesdienste sollten zur Meditation und zum Gebet bewegen. Die Friedensbewegung spielte eine Rolle bei den Kompositionen, ebenso die Lyrik von Hesse, Rilke und Hilde Domin. Auch der Gewerkschaftsbund wurde auf die Gruppe aufmerksam, gegen „Kinderarmut“ gründeten sie den Kinderschutzbund.

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