Moers: Heimatverein: Das Denkmal nicht verunglimpfen

Moers : Heimatverein: Das Denkmal nicht verunglimpfen

Gegen eine Verunglimpfung des Neukirchener Gefallenen-Ehrenmals wendet sich der Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen. "Das Denkmal, man mag es mögen oder nicht, ist ein Gemeinschaftswerk aller Neukirchener Bürger aus der Nachkriegszeit 1922-1927 und erinnert an die Weltkriegstoten beider Weltkriege", heißt es in einer Mitteilung des Vereins. "Dass bei einer solch breiten Bevölkerungsbeteiligung auch die Veteranenvereine mit völkischer Färbung mitgetan haben, darf heute nicht dazu führen, das gesamte Werk zu verunglimpfen." Auch die Feier zum Volkstrauertag, die am Denkmal endet, stehe nicht "in der Tradition einiger weniger völkischer Gruppen", sondern sei "vom friedlichen Charakter des gemeinsamen Totengedächtnisses" getragen. Die Fraktion NV Auf geht's hatte kritisiert, dass das Denkmal auf die "Revanchepolitik" der1920er Jahre zurückgehe. Sie lehnte es ab, den Platz nach dem Denkmal zu benennen (wir berichteten).

Der Platz sei "fest mit dem Denkmal verbunden" und sollte, so der HVV, "nur einen nicht personengebundenen Namen tragen". Wie berichtet, gibt es den Vorschlag, den Platz nach Wilhelmine Bräm zu benennen. Sie lebe, so der HVV, "in der nach ihrem Ehemann benannten Andreas-Bräm-Straße mit fort."

(RP)
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