Serie Kitas In Kamp-Lintfort: Heimat für 1166 Mädchen und Jungen

Serie Kitas In Kamp-Lintfort : Heimat für 1166 Mädchen und Jungen

Der Grafschafter startet heute eine Serie über die Kindertagesstätten in Kamp-Lintfort. Aktuell gibt es 19 Einrichtungen.

Kamp-Lintfort Die Kita-Landschaft in Kamp-Lintfort wächst. Bis 2020 will die Stadt an drei Standorten neue Kindertagesstätten etablieren. Das Gebäude der ehemaligen Niersenbergschule, in dem die Kita Löwenzahn vorübergehend untergebracht ist, wird weiter zur Kita ausgebaut. Im geplanten Familien- und Bildungszentrum im Schirrhof entsteht eine neue Einrichtung für fünf Gruppen. Der Neubau der Kita im Gewerbepark Dieprahm soll zum 1. August fertig sein und mit zwei Gruppen an den Start gehen. Die Kita Löwenzahn erhält am Landwehrweg ein neues Gebäude. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2019 geplant. "Kamp-Lintfort hat in zehn Jahren rund 20 Millionen Euro in seine Kindertagesstätten investiert", betont Berthold Klicza, bei der Stadt zuständig für Schulen und Tageseinrichtungen. Aktuell gibt es 19 Einrichtungen. In der neuen RP-Serie "Kitas in Kamp-Lintfort" werden sie in den nächsten Wochen mit ihren Schwerpunkten vorgestellt.

Die Stadt Kamp-Lintfort setzt auf Trägervielfalt: Neben den vier städtischen Einrichtungen und drei Elterninitiativen gehören die katholische und die evangelische Kirchengemeinden sowie die Awo zu den angestammten Kita-Trägern in der Stadt. Träger der neuen Kita im Gewerbegebiet Dieprahm "Vier Elemente" wird "Fokus Familie", ein freier Träger in der Kinder- und Jugendhilfe aus Moers. Der SCI Moers wird ab 2020 die Einrichtung im Schirrhof leiten, und die Lebenshilfe aus Duisburg, mit der die Stadt bereits im Bereich "Hilfe zur Erziehung" zusammenarbeitet, wird ab Mitte 2020/21 die Kita im Niersenbruch übernehmen, die zurzeit die Kita "Löwenzahn" noch nutzt. "Wir haben uns bewusst für diese Trägervielfalt entschieden und haben verlässliche Partner gefunden", erläutert Erster Beigeordneter Christoph Müllmann. Eltern sollen die Wahl haben, wenn sie ihre Kinder zum Beispiel lieber in eine konfessionell gebundene Einrichtung geben wollen. Jede der 19 Einrichtungen hat eigene Inhalte und Schwerpunkte wie Ernährung und Bewegung.

Dass es mit der Wunsch-Kita immer klappt, können Christoph Müllmann und seine Mitarbeiter allerdings nicht versprechen: "Es gibt beliebte Kitas, die aber nicht so viele Plätze vorhalten, wie es Anmeldungen gibt", erläutert Lydia Kiriakidou, Leiterin des Amts für Jugend, Schule und Sport. "Es hängt immer von der Gruppenstärke ab. Im Ortsteil Hoerstgen ist es leichter, einen Platz zu bekommen, als beispielsweise im Tausendfüßler in der Innenstadt", betont Klicza. 1166 Jungen und Mädchen besuchen aktuell eine der 19 Einrichtungen. 955 Kinder sind über drei Jahre, 211 unter drei. "Es ist kein Kind unterversorgt, im Ü3-Bereich gibt es keine Wartelisten." Die jährlichen Aufwendungen für alle Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 100 Beschäftigten belaufen sich auf elf Millionen Euro. Und es müssen weitere Erzieher eingestellt werden.

Anmeldungen laufen seit drei Jahren über Kita-Online. "Es ist für alle eine Vereinfachung. Früher haben sich die Eltern direkt an den Träger gewendet", berichtet Lydia Kiriakidou. Die Idee zu diesem Anmeldesystem ist im Kamp-Lintforter Rathaus entstanden, das Kommunale Rechenzentrum hat sie umgesetzt. Zwei drei Jahre hat es gedauert, bis Kita-Online an den Start ging. Inzwischen nutzen auch andere Städte dieses Angebot. Die Stadt Kamp-Lintfort setzt auf Familienfreundlichkeit: Ü3-Kinder zahlen keine Kita-Gebühren. Anmeldestichtag ist in Kamp-Lintfort immer der 15. Dezember. Die Zusagen werden nach der ersten Sitzung des Jugendhilfeausschusses im neuen Jahr erteilt.

(RP)
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