Halde in Lohberg vorm Verkauf - Pläne für ein Ausflugsziel

Von besonderem touristischen Wert : Ziel ist Freizeit auf Halden Kohlenhuck und Rossenray

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat ein Auge auf 23 Halden geworfen, unter anderem „Kohlenhuck“ in Moers. Der Verband verhandelt derzeit mit der Ruhrkohle Aktiengesellschaft (RAG AG) um die Grundstücke.

Er hat prüfen lassen, ob und wie diese Standorte für Tourismus, Freizeit und Erholung genutzt werden könnten. Dabei kam heraus, dass neun Bergehalden für den Ausbau touristischer Angebote geeignet seien. Zu diesen touristisch bedeutsamen Standorten zählen die Halden „Kohlenhuck“ in Moers sowie „Lohberg Nord“ in Dinslaken. Die Lohberger Anlage käme zudem als Schauplatz für die Internationalen Gartenausstellung „IGA Metropole Ruhr 2027“ in Betracht.

Die anderen Halden sollen die grüne Freizeit- und Erholungsinfrastruktur der Metropole Ruhr erweitern und ökologisch aufwerten. Dazu gehört neben „Wehofen-Ost“ und „Lohberg Nord Erweiterung“ in Dinslaken unter anderem „Rossenray“ in Kamp-Lintfort. Auf sechs Halden wurden bereits Anlagen zur Energieerzeugung installiert, weitere kommen potenziell als zusätzliche Standorte für Windkraft- oder Solaranlagen in Betracht.

„Mit dem Erwerb wollen wir die Bergehalden in die grüne Infrastruktur der Metropole Ruhr einbetten und für die Menschen im Ruhrgebiet und Touristen öffnen“, so Nina Frense, Beigeordnete des RVR. Sie seien „nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern gleichzeitig wichtiger Baustein zur Gestaltung einer klimaschonenden Region.“

Die Gutachter, die die Standorte beurteilt haben, empfehlen, an allen Halden Info-Stelen zu Standort und Eigentümer, Rastplätzen und pflanzlichen Gestaltungselementen aufzustellen. Die Eingangsbereiche der touristisch bedeutsamen Halden sollen zusätzlich mit einem überdachten Aufenthaltsbereich und Ladestationen für E-Bikes ausgestattet werden. Die Gesamtkosten dafür werden auf über drei Millionen Euro geschätzt.

Die Pflege von Landschaft und Wegesystemen wird für die voraussichtlich zu übernehmenden Halden einen Mindestaufwand von rund 1,8 Millionen Euro jährlich verursachen. Der RVR verhandelt nun mit der RAG darüber, in welcher Höhe sich das Unternehmen daran beteiligen wird. Nur wenige der neuen Halden sind bereits öffentlich zugänglich, da sie noch unter Bergaufsicht stehen. Nach gegenwärtigem Stand solle die Beendigung der Bergaufsicht schrittweise bis 2028 abgeschlossen sein.

(RP/idr)
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