Digitalisierung in Moers Künstliche Intelligenz ist Thema beim „Hackday“

Moers · Die Stadt Moers lädt für den 2. und 3. März ins Moerser Rathaus ein. Das Event richtet sich an Interessierte im Bereich digitaler Themen und Netzwerken. Welche Vorträge und Workshops auf dem Programm stehen.

Digitale Themen, „handgemachte“ technische Lösungen und die Verwertungen von Offenen Daten stehen wieder im Fokus des Hackdays.

Digitale Themen, „handgemachte“ technische Lösungen und die Verwertungen von Offenen Daten stehen wieder im Fokus des Hackdays.

Foto: Stadt Moers

Am ersten März-Wochenende laden die Stadt Moers und der Verein „Code for Niederrhein“ zum „Hackday“ ein. Das überregionale Event findet am Samstag, 2. März, und am Sonntag, 3. März, bereits zum neunten Mal im Rathaus Moers, Rathausplatz 1, statt. „Der ‚Hackday’ richtet sich an alle, die Lust auf digitale Themen haben und hierzu gerne netzwerken“, sagt Beigeordneter Claus Arndt. „Es sollen ‚handgemachte‘ technische Lösungen entstehen, die einen Mehrwert für die Stadtgesellschaft bilden.“

Ein wichtiger Punkt bei „Hackdays“ ist das digitale ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger. An dem Wochenende stehen auch offene Daten und das Internet der Dinge (IoT) im Fokus. Bei offenen Daten geht es um die Bereitstellung und Weiternutzung von Daten des öffentlichen Sektors. „Sie werden von Politik und Verwaltung im Interesse der Allgemeinheit mit einer Nutzungslizenz zur weiteren freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur Weiterverwendung zugänglich gemacht“, erklärt Stephan Bernoth, Leiter der Stabstelle Digitalisierung der Stadt. Die Kommune betreibt dazu auch ein eigenes Portal.

Zum Auftakt des Wochenendes berichtet Sarah Fischer von der Bertelsmann-Stiftung in ihrem Vortrag am Samstag um 10.30 Uhr über „KI-Kompetenzen in der Verwaltung“. Die Expertin stellt vor, was sich hinter dem Begriff verbirgt und welche Einsatzmöglichkeiten von KI in der Verwaltung möglich sind. Christian Danowski-Buhren von der Hochschule Bochum berichtet um 11 Uhr über den „Kommonitor“, der statistische Daten mit räumlichen Zusammenhängen verknüpfen kann.

Über die Open-Data-Erfahrungen bayerischer Kommunen referiert Luis Moßburger von „open bydata“ um 12 Uhr. Franziska Hollstein, Gründerin und Geschäftsführerin des Demokratie-Wegweisers, erläutert um 12.30 Uhr die Möglichkeiten, Kommunalpolitik zu digitalisieren. Dadurch erhalten Bürgerinnen und Bürger einen besseren Zugang zu den Themen und damit bessere Beteiligungsmöglichkeiten.

Nach der Mittagspause am Samstag beginnen schließlich die Workshops. Um 13.30 Uhr zeigt der Software-Entwickler Lennart Fischer, wie die App-Entwicklung mit der Programmiersprache „Swift Playgrounds“ möglich ist. „Datenschätze heben – Erkenntnisse gewinnen mit Open Data“ mit den Experten Caspar Armster von „The Things Network Rhein-Sieg“ und Damian Paderta, Digitalberater, beschreibt die möglichen ersten Schritte im Umgang mit Offenen Daten und deren Nutzen.

Wie eigene Karten programmiert werden können, erklärt der Kommunikationstechniker Harald Schwarz im Workshop „Daten, Karten, Schätze“. An Jugendliche richten sich die Angebote „Fabulous Fabbing im Hack- und Makespace“ und „Hallo, ich bin Karl“. An beiden Tagen des „Hackday“ ist auch das „Jugend hackt Lab Moers“ mit Programm beteiligt. Jugendliche bekommen dabei einen kleinen Vorgeschmack auf die Aktivitäten des Labs und lernen die Beteiligten kennen.

Den Abschluss der Vorträge am Samstag bildet um 17 Uhr „Koffer packen für die Datenexpedition“ von Anastasia Gilz. Dies ist zur Vorbereitung der ersten Datenexpedition oder Datenwerkstatt zum Thema „Umwelt und Klima“ vom 25. bis 26. Mai in der VHS gedacht. Ab 18.30 Uhr am Samstag ist ein lockeres „Get-together“ der Teilnehmenden des „Hackdays“ vorgesehen. Das gesamte Programm kann auf der Website hackday.moers.de nachgelesen werden. Für die Workshops und Vorträge sind Anmeldungen nötig.

(RP)
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