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Gründer aus Moers: Noel Schäfer startet Corona-Internetforum

NRW-weite Plattform : Noel Schäfer aus Moers startet Corona-Internetforum

Die Plattform „Nachbarschaftshilfe NRW“ ist im Aufbau. Bürger können sich dort austauschen und informieren.

Wie wird das Coronavirus übertragen? Welche Meldungen über das Coronavirus laufen gerade durch Zeitungen und sonstige Medien? Oder: Wie kann ich in 20 Minuten aus Baumwolle und Draht einen Mund-Nasen-Schutz herstellen, der die Gefahr senkt, Covid-19 zu übertragen beziehungsweise sich damit anzustecken? Antworten zu diesen Fragen finden sich im Internet auf der Plattform www.nachbarschaftshilfe.nrw. Sie wurde am Montag von Noel Schäfer mit dem Untertitel „Freie Bürgerplattform zur Bewältigung von Covid-19“ gegründet und allen zugänglich gemacht.

„Das sind Fragen, die oft in den Sozialen Netzwerken gestellt werden“, sagt der 25 Jahre alte Gründer. „Aber es gibt viele, die kein Facebook haben, zum Beispiel aus der Generation meiner Eltern und meiner Oma. Auch viele junge Menschen sind nicht über Facebook oder Instagram aktiv. Für sie ist eine solche Plattform wichtig, um sich austauschen zu können.“ Jeder kann lesen, was auf dieser Plattform zu finden ist. In die Plattform Information hineinstellen können Personen, die sich zuvor über ihre E-Mail-Adresse angemeldet haben. „Mein Kollege Roland Donner und ich überprüfen den Inhalt“, erklärt Noel Schäfer.

Der Unternehmer, der mit seinem Unternehmen Telepano auf dem Moerser Eurotec-Looop-Gelände ansässig ist, hat die Plattform bewusst für das Bundesland Nordrhein-Westfalen gegründet. „Nur in den Grenzen der Stadt Moers oder des Kreises Wesel zu denken, ist zu klein“, sagt der Student, der an der Universität Duisburg-Essen kurz vor seinem Masterabschluss für Unternehmensgründungs- und Innovationswissenschaft steht. „Deutschlandweit ist zu groß.“ Trotzdem stammen in den ersten Tagen der Plattform die meisten der 60 Personen, die sich angemeldet haben, aus Moers und den umliegenden Städten.

Für den Gründer sollen die Nutzer auf der Plattform nicht nur Information über das Coronavirus und Schutzmaßnahmen erhalten, sondern auch beispielsweise über die Auswirkungen der Infektion und wie man am besten darauf reagiert ins Gespräch kommen. „Menschen wollen sich austauschen“, betont Schäfer. „Aber in Vereinen und Kirchen, auf Straßen und Plätzen können sie sich nicht mehr austauschen. Früher haben sie Backrezepte weitergegeben, in der jetzigen, von Corona geprägten Zeit geben sie Rezepte weiter, wie sie sich bei Corona am besten verhalten. Sie sollen sich auch darüber unterhalten, welche Gefühle und Emotionen sie haben.“