Grafschafter Diakonie: Schöner erinnerungen an den Urlaub

Grafschafter Diakonie : Schöne Erinnerungen an den Urlaub

„Schau mal, das ist doch die Eva, und das muss in Höxter gewesen sein.“ Lachen, strahlende Blicke und viele Köpfe über den Fotos sind im Gemeinschaftsraum der Diakoniestation der Grafschafter Diakonie Pflege am Hanns-Albeck-Platz zu erleben.

Um die lange Tafel lässt sich eine Runde von 16 Seniorinnen und Senioren Kaffee und Gebäck schmecken. An diesem Nachmittag tauschen sie Erinnerungen an ihren gemeinsamen Urlaub aus. Im Alltag leben sie alleine und werden von den ambulanten Pflegekräften der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers, in den Dingen des Alltags versorgt, die sie alleine nicht mehr schaffen. „Das war eine schöne Zeit. Wir haben viel gelacht. Das Essen, die Ausflüge, alles war toll.“

Im Spätsommer sind sie zehn Tage lang zusammen in den Urlaub gefahren. „Wir bieten den Patientenurlaub schon seit vielen Jahren an. Patienten, die sonst nicht mehr wegfahren können, nutzen das Angebot“, sagt Pflegekraft Sylvia Habbes-Laneus. Die Stimmung beim Nachtreffen ist heiter. Bis auf eine Mitreisende sind alle aus der Reisegruppe gekommen. „Viele zehren das ganze Jahr über von den Erinnerungen“, sagt Habbes-Laneus. Eine weitere Pflegekraft, zwei Auszubildende und eine Betreuungskraft begleiteten die Reise. Nach einer kurzen Dienstbesprechung absolvierten die Pflegekräfte statt im Diakonie-Auto jeden Morgen ihre Pflegetour zu Fuß durch die Zimmer: Kompressionsstrümpfe anziehen, beim Waschen und Duschen helfen. Aber auch beim Ausflug den Rollstuhl schieben, Augentropfen verabreichen gegen die austrocknende Klimaanlage im Reisebus oder beim Gang vom Fahrstuhl zum Mittagstisch in der Pension behilflich sein. „Ja, es ist auch stressig“, sagt Pflegekraft Gabi Lattarulo. „Aber es ist positiver Stress, weil die Stimmung so gut ist.“

Den Patientenurlaub für Kunden der fünf Diakoniestationen der Grafschafter Diakonie ambulante Pflege gGmbH in Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Homberg und Rheinhausen organisiert die Grafschafter Diakonie einmal im Jahr. Diesmal ging die Reise nach Beverungen im Weserbergland. Die 240 Kilometer von Moers legten die Senioren und ihre Pflegekräfte in einem rollstuhlgerechten Reisebus zurück. Ein Kleinbus des Rudolf-Schloer-Stifts, dem Pflegeheim der Grafschafter Diakonie am Moerser Schlosspark, brachte die Reisenden vor Ort zu Ausflugzielen, wie in die Altstadt Höxter, zu einer gemeinsamen Floßfahrt und zum Eisessen.