Kamp-Lintfort: Gestfeld turnt und spielt in neuer Halle

Kamp-Lintfort: Gestfeld turnt und spielt in neuer Halle

Die neue Sporthalle an der Sudermannstraße ist fertig. "Was lange währt, wird endlich gut", scherzte Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt zur Eröffnung der Veranstaltung. Insgesamt drei Jahre habe man für die Bauplanung und den Bau der Halle gebraucht, wenngleich Realschulleiter Michael Schwär in Richtung der versammelten Stadtverwaltungsspitze bemerkte, dass die Halle in der Planung bereits seit acht Jahren als Phantom durch die Stadt gegeistert sei. Nun aber steht die Sporthalle im Gestfeld, und alle Beteiligten sind sichtlich zufrieden – auch wenn die mit drei Millionen bezifferten Baukosten höher ausgefallen sind als geplant.

Im Jahre 2008, als der Stahlpreis plötzlich explodierte und so gut wie jedes Kilo verfügbares Metall auf dem Weltmarkt nach Asien geliefert wurde, hat das auch das beschauliche Gestfeld, mit 14 000 Einwohnern immerhin der größte Wohnbezirk Kamp-Lintforts, betroffen. Hatte man zuerst geplant die Trägerkonstruktion der Sporthalle aus Stahl zu bauen, musste man auf das ursprünglich etwas teurere Holz ausweichen. "Es war kaum noch Stahl auf dem Markt verfügbar. Der, den es gab, der war einfach zu teuer", sagt Reinhard Gelzenleuchter, aus dem Arbeitsbereich Sport der Stadtverwaltung. Nun schmückt die Halle von innen das optisch hochwertige Holz und Architekt Burkard Sasse scheint mit dieser Lösung auch keine größeren inneren Konlikte zu haben. Bei seiner Ansprache strahlt er breit über das gesamte Gesicht, wenn er das zweckmäßige und formschöne Design der neuen Sportstätte erwähnt.

100 Stunden Sport in der Woche

Zukünftig werden pro Woche rund 100 Stunden Sport in ihr unterrichtet. Die 160 Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule sowie die 470 Schüler der Realschule werden den Schulsport in der Halle an der Sudermannstraße betreiben. Auch die Kleinsten profitieren von dem schmucken Neubau: Die Kindertagesstätten des umliegenden Wohngebietes erhalten in Abstimmung mit den Schulen auch ein Nutzungsrecht. Für weitere Vereine soll es in der Zukunft Möglichkeiten zur Nutzung geben.

Ein neues Domizil in den Räumlichkeiten hat der Postsportverein bereits gefunden: Er hat einen Vereinsraum zur Verfügung gestellt bekommen und beteiligte sich mit 30 000 Euro an den Herstellungskosten. In der Halle mit der rund 1000 Quadreatmeter Sportfläche können sowohl Basketball, Badminton und Fußball, als auch Handball, Volleyball und Tischtennis gespielt werden.

Auch für die Leichtathleten ist ausreichend Platz. In den großzügig gestalteten Umkleideräumen finden auch die Kostüme der Cheerleader Platz, die gestern zur Eröffnung eine Probe ihres Könnens boten.

(RP)