Geschafft! Jetzt ist das Museum Neukirchen-Vluyn komplett.

Neukirchen-Vluyn : Auf das Museum kommt am Sonntag das Dach drauf

Es hat die dritte Phase der Neukonzeption abgeschlossen. Am Sonntag eröffnet es das Dachgeschoss neu. Mit klassischer und digitaler Technik präsentiert es dort Schul- und Sozialgeschichte, Mühlentechnik und NS-Zeit.

(got) Stolz erzählt Günter Fischer von den 60.000 Euro, die das Museum Neukirchen-Vluyn vom Landschaftsverband Rheinland erhielt. „Es war 2016 die höchste Einzelförderung des Landschaftsverbandes für ein Museum“, berichtet der Vorsitzende des Beirates des Museumsvereins. „Die Vertreter des Landschaftsverbandes waren von unserer Konzeption begeistert. Während andere Museen geschlossen haben, haben wir uns neu aufgestellt, interaktiv neu aufgestellt.“

Diese Neuaufstellung hat das Museum jetzt abgeschlossen. Nachdem es im November 2016 die Ausstellung zur Stadtgeschichte eröffnete und im April 2017 zur Geschichte des Textilgewerbes, ist jetzt der dritte Teil im Dachgeschoss vollendet. Dort zeigt das Museum die Schulgeschichte und die Historie des Erziehungsvereins, die Mühlengeschichte und die NS-Vergangenheit, zu der auch die Geschichte der Zwangsarbeiter, der Verfolgung und die Aufarbeitung der NS-Zeit gehört. Am Sonntag, 8. Juli, eröffnet es um 14 Uhr diese Neupräsentation im Dachgeschoss.

Von der Neukonzeption sind nicht nur der Landschaftsverband und die 150 Mitglieder des Museumsvereins begeistert, sondern auch Sponsoren. 40.000 Euro steuerten sie bei. „Darunter sind große Sponsoren, wie Sparkasse, Volksbank und Erziehungsverein“, berichtet Günter Fischer. „Dazu haben viele Einzelpersonen gespendet.“

Bei der Neueröffnung des dritten Abschnittes stehen an fünf Punkten Personen, die informieren: Klaus Kremers zur Textilgeschichte, Michaela Krauskopf zur Schulgeschichte, Siggi Ehrmann zum Erziehungsverein, Ben Burchardt zur Mühlentechnik und Krista Horbrügger zur NS-Geschichte.

Der Eintritt ist kostenlos, wie jetzt generell an den drei Öffnungstagen, Mittwoch und Samstag von 15 bis 17 Uhr sowie Sonntag von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr. „Nur Führungen kosten etwas“, erzählt Museumsleiterin Jutta Lubkowski. „Los geht es am 22. Juli um 11.30 Uhr mit der Stadt- und Textilgeschichte.“

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