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Fridays for Future in Moers: Das sagt die Politik

Fridays for Future in Moers : Das sagt die Politik zu der Bewegung

Was Moerser Kommunalpolitiker zur Klimabewegung vor Ort sagen ...

Grafschafter Claus Peter Küster, Fraktionschef der Wählergruppe „Die Grafschafter“, findet: „,Fridays for Future’ ist generell eine sehr gute Sache, bei der auch die Jugend ihre Wünsche in Richtung Politik formuliert. In Moers ist es besonders gut gelungen durch friedliche Proteste, die berechtigten Forderungen formulieren, die wir als Grafschafter begrüßen und aktiv unterstützen.“

SPD Ibrahim Yetim, Landtagsabgeordneter und Mitglied im Moerser Stadtrat, sagt: „Ich finde es toll, dass junge Menschen auf die Straße gehen und sich mit viel Engagement für den Schutz des Klimas einsetzen. Sie haben ihre Zukunft im Blick und richten an die Politik und die Gesellschaft berechtigte Forderungen. Es ist wichtig, abzuwägen, was ökonomisch und ökologisch machbar ist, damit wir das Klima schützen und die Entwicklung der Wirtschaft ermöglichen.“

CDU Ingo Brohl, CDU-Fraktionschef, betont: „Grundsätzlich ist mir eine politische Jugend lieber als eine gleichgültige! Die Klimaherausforderung wird nur als Gemeinschaftsaufgabe zu meistern sein, in Deutschland und weltweit. Daher helfen die teilweise vorhandene Radikalität und ein ideologisch geprägter Alleinvertretungsanspruch, die zum Teil auch demokratische Prozesse in Frage stellen, nicht, um diese Menschheitsaufgabe zu lösen. In Deutschland und konkret in Moers, zum Beispiel mit der Enni bei städtischer Gebäudedämmung oder Energieeinsparung in städtischen Schulen, ist ein sehr guter, weitreichender Anfang in bestimmten Klima- und Umweltschutzfragen gemacht.“

Grüne Gudrun Tersteegen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Moerser Stadtrat, erklärt: „Allen düsteren Prognosen zum Trotz stimmt mich ,Fridays for Future’ optimistisch: Die engagierte, junge, politische Bewegung bringt eine neue demokratische Aufbruchstimmung auf den Punkt. Die jungen Leute sind gut informiert, hellwach und geben genau die ambitionierten Ziele vor, die wir in der Politik heute brauchen; nicht nur in Bezug auf die Klimawende! Also: Bitte macht weiter so!“

FDP Martin Borges, Vorsitzender der Liberalen in Moers, meint: „Das Einstehen für eine Sache und sich für sie einzusetzen, ist eine Herzkammer der freiheitlichen Demokratie. FFF hat sich mit beeindruckendem Nachdruck dafür eingesetzt, dass die verantwortliche Politik Klimawandel und den Umweltschutz nicht länger als Randthema behandelt. In einigen ihrer Forderungen wie einer enorm hohen CO2-Steuer muss man ihr jedoch widersprechen und valide Fakten in den Vordergrund rücken. Das zeigt, dass wir die Anliegen sehr ernst nehmen. FFF ist ein positives Zeichen jugendlichen Interesses und taut hoffentlich den viel zu großen Block der Nichtwähler ab.“

Linke Ratsfrau Gabriele Kaenders von der Partei „Die Linken“ sagt: „Den Ansatz der „Fridays for Future“-Demos sehen wir grundsätzlich positiv, zumal sie aus sich selbst gewachsen sind. Da viele Teilnehmer systemkritisch und offen gegenüber linken Konzepten eines sozial-ökologischen Wandels sind, wird die Linke sie, wenn gewünscht, unterstützen.“