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Freibäder in Moers: Barzahlung entspannt den Badespaß

Freibäder in Moers : Barzahlung entspannt den Badespaß

Im Moerser Solimare und im Bettenkamper Meer ist neben dem Online-Ticketverkauf wieder Barzahlung möglich. Die Resonanz auf das veränderte System in den Enni-Bädern ist positiv.

Sonne satt und mit weit über 35 Grad fast mediterrane Verhältnisse in der Grafschaft. Das Moerser Freibad Solimare und das Naturfreibad Bettenkamper Meer sorgen in Corona-Zeiten für Abkühlung und puren Badespaß. Verändert wurde das bisherige Bezahlsystem, das für Unmut unter den Badegästen sorgte. Barzahlung ist wieder möglich. Für die letzte Ferienwoche sind nochmals Rekordtemperaturen angesagt und machen den spontanen Besuch wieder möglich.

Die aktuellen Hundstage haben es in sich. Am hitzeträchtigen Freitag gab es bereits im Solimare-Eingangsbereich eine Warteschlange, aber nur kurz, da die Öffnung der zweiten Kasse die Situation entschleunigte. Die Maximalbesucherzahl war mit 800 Gästen schnell erreicht. Security-Kräfte regeln täglich den Einlass, und müssen nur wenige an die Maskenpflicht erinnern. Für die Enni-Fachangestellten Inga Mahler und Sonthaja Bauer hat sich im Solimare das Corona-Maßnahmepaket eingependelt. „Wir erleben eine Ausnahmesituation“, sagen sie.

 Fast wie in alten Zeiten: Auch im Freibad Bettenkamper Meer kann man wieder am Eingang bar zahlen.
Fast wie in alten Zeiten: Auch im Freibad Bettenkamper Meer kann man wieder am Eingang bar zahlen. Foto: Norbert Prümen

Neben dem Kauf eines Online-Tickets, das mit der Kreditkarte oder als Sepa-Lastschrift bezahlt wird, ist die Barzahlung für den vierstündigem Aufenthalt möglich, wenn sich der Badegast im Vorfeld online registriert hat. „Wir haben so die vorgegebene Besucherzahl von 800 gut im Blick“, sagt Sigrid Krüger, die im Kassenbereich arbeitet. Bereits am Freitag war das Solimare ausgebucht. Rein kamen Badegäste nur dann, wenn andere das Solimare verließen.

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Für Sara Fahrenhorst, die mit Sohn Tomas (6) und Mutter Ingrid am Samstag das Schwimmbad besuchte, eine gelungene wie sichere Regelung in Corona-Zeiten. „Das System mit beiden Zahlmöglichkeiten passt. Wir haben online-Tickets gebucht und können mit Abstand entspannen. Vor allem ist mir die Kontrolle wichtig“, sagt Sara Fahrenhorst. „Da weiß man, wer wann da war.“ Schließlich werde auch in jedem Café der Besuch dokumentiert.

Begleitet wird die Familie von Kerstin und Matteo (6) Vella. Matteo und Tomas sind Kindergartenfreunde und gehen nach den Ferien auch zusammen in die Schule. „Für die Kinder ist das Freibad wichtig, denn wir fahren nicht in den Urlaub“, sagt Mutter Kerstin Vella. „Am meisten vermisst haben die Kinder in der Zeit ihre Freunde.“

Nur einige hundert Meter weiter lädt das Naturfreibad Bettenkamp zum Badespaß ein. Familie Regese aus Krefeld ist zum zweiten Mal schwimmen. Das online-Verfahren sei für sie problemlos und selbstverständlich. Für die Moerserin Anke van den Bosch sorgt erst die Möglichkeit der Barzahlung für Badespaß pur. „Ich war total genervt vom online-Verfahren. Spontan und als Barzahlerin kam ich nicht rein. Bettenkamp ist mein Freibad. Über das jetzige System bin ich total froh“, erzählt sie. Vor allem nach der Arbeit hat sie die Abkühlung vermisst.

90 Cent kostet nach vorheriger Anmeldung, entweder online oder ganz simpel mit Anmeldebogen im Eingangsbereich, die vierstündige Badeeinheit. „Am Freitag waren wir ratz-fatz mit 500 Badegästen voll“, sagt die Fachangestellte Silke Wissigkeit. ‚Leider ausgebucht. Kein Einlass für Barzahler‘, war auf dem vorbereiteten Infoschild zu lesen. Für Samstag hatten bereits 402 Badegäste ihre Badeeinheiten online reserviert.

Die Einsicht im Netz von zu Hause aus ist für Anke van den Bosch von Vorteil. „Dann weiß ich, wie viel Kapazität noch da ist, und ob ich noch schwimmen kann“, so van den Bosch.

Die Resonanz auf den Spontanbesuch ohne Online-Registrierung ist entsprechend positiv „und wird vor allem von den älteren Badegästen geschätzt, die lieber am Eingang direkt zahlen möchten“, so die Beobachtung von Silke Wissigkeit.