Frau oder Kumpel – neue Ampelmännchen für Moers?

Wie andere Städte will die Grafenstadt „neue Figuren“ : Frau oder Kumpel – neue Ampelmännchen für Moers?

Ibrahim Yetim, Landtagsabgeordneter der SPD für Moers, wünscht sich auch in der Grafenstadt mindestens eine „Danke Kumpel!“-Fußgängerampel. „Für mich ist das keine Spielerei, sondern das, was sich für mich im guten Sinne mit Heimat und Geschichte des Niederrhein verbindet“, sagt er.

„Dem Steinkohlebergau, der jetzt, 2018, zu Ende geht, hat dieses Land viel zu verdanken“. Das Bündnis für Moers (SPD, Grüne, Grafschafter) hat in der letzten Ratssitzung des Jahres deshalb den Antrag gestellt, Ampeln an geeigneten Stellen mit kleinen Bergmännern mit Grubenlampe in der Hand auszustatten. Der Fußgängerüberweg am Königlichen Hof habe dabei erste Priorität und sollte, wenn irgend möglich, noch in diesem Jahr realisiert werden, heißt es. Darüber hinaus soll die Verwaltung weitere Standorte, unter anderem zum Beispiel in Kapellen, in Meerbeck und Rheinkamp prüfen. „Initiativen und privates Engagement bei der Umrüstung sollten dabei von der Stadtverwaltung unterstützt werden“, betont Yetim.

Einzelratsmitglied Gabriele Kaenders (Linke) schlägt stattdessen vor, ausgewählte Fußgängerüberwege in Moers mit Ampelfrauen anstelle der üblichen Ampelmänner umzugestalten. Begründung: 100 Jahre nachdem Frauen in Deutschland eines der wichtigsten Rechte – das Wahlrecht –  eingeräumt wurde, sei es an der Zeit, ihnen auch wie in vielen anderen Städten einen Platz auf Ampeln einzuräumen, so Kaenders. „Den Tag der ersten Wahlmöglichkeit für Frauen vor 100 Jahren, am 19. Januar 1919 zur Wahl der Deutschen Nationalversammlung, könnte man gut als Anlass nehmen, die erste Frauenampel in Moers am 19. Januar 2019 zu eröffnen. So könnte eine der Ampeln am Königlichen Hof umgerüstet werden.“

(juha)
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