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Förderprogramm in Moers: Meerbecks Fassaden soll schöner werden.

Stadt legt Förderprogramm auf : Meerbecks Fassaden soll schöner werden

Die Stadt will Eigentümer ermuntern, Haus- und Hoffassaden zu erneuern und herzurichten. Wer sich beteiligt, erhält für Baumaßnahmen einen finanziellen Zuschuss von der Stadt. Im Herbst soll das Programm starten.

Meerbecks Häuser sollen schöner werden. So sieht es ein Baustein des Ende 2015 beschlossenen Integrierten Handlungskonzepts Neu-Meerbeck vor. Jetzt bringt die Stadt das Hof- und Fassadenprogramm auf den Weg.

Die Idee Mit dem Hof- und Fassadenprogramm will die Stadt Eigentümer von Immobilien in Meerbeck ermuntern, die Gebäude herzurichten. Dabei sollen die Eigentümer auch von der Stadt unterstützt werden. Angesprochen sind Hauseigentümer, Eigentümergemeinschaften oder auch Wohnungsbaugesellschaften). Wer bereit ist, Geld in die Hand zu nehmen, erhält einen Teil seiner Ausgaben in Form von Zuschüssen von der Stadt.

Das Ziel Die Stadtverwaltung hofft, „sowohl die Qualität der Wohnhäuser als auch das städtebauliche Erscheinungsbild von Meerbeck“ verbessern zu können, „welches derzeit in Teilbereichen deutlich beeinträchtigt ist“. So hieß es in einer Vorlage für den Hauptausschuss. Die Maßnahme trage auch dazu bei, „dass sich die Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil insgesamt erhöht und kann somit weiteren Leerständen und räumlichen Funktionsverlusten entgegenwirken. Vor allem im Bereich der Bergbausiedlung stellt sie ein zentrales Element zur Sicherung des baukulturellen Erbes dar.“

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Was wird gefördert? Zum Beispiel „die Erneuerung und farbliche Gestaltung der Ansichtsflächen des Gebäudes, wie Fassaden, Fenster, Türen, Klappläden und Dächer. Des Weiteren soll auch die Begrünung von Fassaden, Mauern und Flachdächern finanziell unterstützt werden.“ Fördermittel gibt es auch für die „Entsiegelung sowie die Gestaltung von Gärten- bzw. Mietergärten, Innenhöfen, Abstandsflächen, Vorgärten und Zuwegungen einschließlich der erforderlichen Vorarbeiten.“ Darunter fallen beispielsweise gemeinschaftlich genutzte Spiel-, Wege- und Sitzflächen. Energetische Modernisierungen sind dagegen nicht Teil des Förderprogramms.

Wie viel Geld steht zur Verfügung? Für die gestalterischen Maßnahmen stellt die Stadt insgesamt 380.000 Euro zur Verfügung, 80 Prozent davon kommen vom Land. Eigentümer, die eine Hausfassade verschönern wollen, können auf Antrag einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent ihrer Ausgaben erhalten. Die Antragsteller tragen 60 Prozent der Kosten, mindestens jedoch zehn Euro je Quadratmeter. Die „zuschussfähige“ Kosten-Obergrenze liegt bei 60 Euro je Quadratmeter (Zuschuss von 24 Euro pro Quadratmeter). Maßnahmen, die insgesamt weniger als 1000 Euro kosten, werden nicht bezuschusst („Bagatellgrenze“).

Wann geht’s los? Fachlich betreut wird das Hof- und Fassadenprogramm durch einen Stadtteil- / Quartiersarchitekten im Stadtteilbüro. Er berät und informiert und unterstützt bei der Antragstellung. Die Stelle des Quartiersarchtekten muss ausgeschrieben werden. Er werde voraussichtlich im Herbst seine Arbeit aufnehmen, sagte am Montag Stadtsprecher Klaus Janczyk. Dann können Immobilieneigentümer auch Anträge stellen.