Moers: Filder-Benden-Schüler begeistern mit "Das Tierreich"

Moers: Filder-Benden-Schüler begeistern mit "Das Tierreich"

"Endlich Ferien!" Das ist einer der ersten Ausrufe im Stück "Das Tierreich", das in einer unbenannten süddeutschen Stadt spielt. Die Schüler, die ein Jahr vor dem Abitur stehen, spielen Federball und fahren mit ihren Fahrrädern herum, sie unterhalten sich und telefonieren, sie rauchen und trinken, wenn sie nicht Musik machen oder sich in Liebe annähern. Sie diskutieren über lächerliche Lappalien genauso wie über philosophische Grundsätze, große Politik und romantische Gefühle. Sie scheinen zu spüren, wie sie erwachsen werden, wie das unbeschwerte Leben langsam zu Ende geht und es mit sechswöchiger Freiheit bald vorbei sein wird.

"Endlich Ferien!" Das ist einer der ersten Ausrufe im Stück "Das Tierreich", das in einer unbenannten süddeutschen Stadt spielt.

Die Schüler, die ein Jahr vor dem Abitur stehen, spielen Federball und fahren mit ihren Fahrrädern herum, sie unterhalten sich und telefonieren, sie rauchen und trinken, wenn sie nicht Musik machen oder sich in Liebe annähern. Sie diskutieren über lächerliche Lappalien genauso wie über philosophische Grundsätze, große Politik und romantische Gefühle. Sie scheinen zu spüren, wie sie erwachsen werden, wie das unbeschwerte Leben langsam zu Ende geht und es mit sechswöchiger Freiheit bald vorbei sein wird.

Am Sonntagabend führten 23 Schüler des Literaturkurses des Gymnasiums Filder Benden das Theaterstück "Das Tierreich" auf, das 2014 von den Jungautoren Michel Decar und Jakob Nolte geschrieben wurde. Sie wurden von 180 Zuschauern beobachtet und erhielten anschließend langen Applaus. Am heutigen Dienstag um 11.45 Uhr zeigen sie das "Das Tierreich" ein zweites Mal in der Aula dieser Schule an der Zahnstraße.

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Das Stück heißt so, weil sich darin einige Protagonisten in Bestien verwandeln, wenn sie in die Welt der Erwachsenen hineinschnuppern. Sie quälen ein Chinchilla, schlagen betrunken über die Stränge, berichten, wie sie Lehrer dazu bringen, heulend eine Klasse zu verlassen. Ganz "menschlich" bleibt nur das einzige Tier, das leidende Chinchilla. Das passt zum Stück, das neben realen auch surreale Passagen hat, zum Beispiel wenn ein Leopard-II-Panzer aus einem Flugzeug genau auf die Schule fällt.

Als Theaterpädagoge des Schlosstheaters Moers hatte Holger Runge das Stück vorgeschlagen. Dazu begleitete er den dreistündigen Literaturkurs der Elfklässler, der Ende August 2017 startete, um mit ihnen und der Lehrerin Simone Teller die Inszenierung zu entwickeln. Sie freute sich über den Applaus und die Entwicklung, die die Schüler mit dem Stück als Personen durchlaufen haben. "Einige Eltern haben mir erzählt, sie würden ihre Kinder ganz neu erleben", berichtete sie. "Sie seien sonst still, würden jetzt aber aus sich herausgehen. Sie seien auf der Bühne eine ganz andere Person geworden."

(got)
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