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Feuerwehrlauf in Moers: „Bewegen hilft“ geht auf die Zielgerade

Feuerwehrlauf in Moers : „Bewegen hilft“ geht auf die Zielgerade

Am Samstag endet die größte Charity-Aktion am Niederrhein mit einem Schnick-Schnack-Schnuck-Turnier in Xanten. Wie viel Geld in diesem Jahr zusammenkommen könnte.

„Menschen mit Beeinträchtigungen lieben Bewegung und Abwechselung“, sagt Karl-Rudolf Slavernick. „Dann fühlen sie sich den ganzen Tag wohl.“ Der Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung, der auch dem Vorstand der Lebenshilfe Moers angehört, hatte sich gerade bewegt. Er nahm am Lauf teil, zu dem vom Löschzug Hülsdonk im Rahmen der Aktion „Bewegen hilft“ eingeladen worden war.

Wie 50 weitere Moerser, vor allem Mitglieder der Lebenshilfe Moers und der Freiwilligen Feuerwehr, ging er durch den Moerser Freizeitpark, um anschließend den Feuerwehrleuten bei einem Löschangriff zuzusehen.

Passend zur Notrufnummer 112 der Feuerwehr legte er 1,12 Kilometer zurück. „Es ist schön, wenn Menschen mit und ohne Behinderung zusammen sind, wie heute“, betonte Slavernick. „Bis das Zusammensein in der Gesellschaft als das Normalste der Welt angesehen wird, wird es noch eine Generation dauern.“

Auch Guido Lohmann zählte zu den Mitläufern, um zu zeigen, wie wichtig ihm diese Gemeinschaft ist. „,Bewegen hilft’ bringt unterschiedliche Menschen über Bewegung zusammen“, sagt der Initiator der Aktion. „Das ist das Kernanliegen, das ist wichtiger als das gesammelte Geld.“ Die Teilnehmer hätten sich auf den Lauf gefreut. Nach der Löschübung durften sie an die Spritze. „Ihre Gesichter haben vor Freude gestrahlt“, sagt Lohmann. „Übrigens ist die Idee zu ,Bewegen hilft’ 2012 bei einer Veranstaltung der Lebenshilfe entstanden. 2013, im ersten Jahr, haben nur die Lebenshilfe und der Verein Klartext für Kinder Geld erhalten.“

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Im Laufe der Jahre ist die Aktion Jahr für Jahr gewachsen. Das gesammelte Geld kommt Vereinen in der Region zugute, die sich sozial engagieren und sich oft für Menschen einsetzen, die im Leben benachteiligt sind. Im Rekordjahr 2020 spielte „Bewegen hilft“ 110.000 Euro ein. „Ich weiß nicht, ob wir diesmal wieder diese Summe erreichen“, sagt Lohmann. „Wir haben ja schon 350.000 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe an der Ahr gesammelt.“

In dieser Woche geht „Bewegen hilft“ in den Endspurt. Am kommenden Samstag endet sie in Xanten mit einem Schnick-Schnack-Schnuck-Turnier. „Das meiste Geld wird in den Tagen vor dem letzten Tag und den Tagen danach überwiesen“, so der Initiator. „Ich bin gespannt. Mit mehr als 40 Einzelaktionen bringen wir nicht nur verschiedene Menschen zusammen, sondern sie auch mit Bewegung ins Gespräch. Das ist ein großer Erfolg.“