Kamp-Lintfort: Festspiel für Streicher im Kloster Kamp

Kamp-Lintfort : Festspiel für Streicher im Kloster Kamp

Das Kammermusikfest Kloster Kamp wird zehn Jahre alt: Seit 2003 brachte das Künstler-Ehepaar Alexander Hülshof und Katharina Apel 60 Musiker aus 22 Ländern an den Niederrhein. Die zehnte Ausgabe findet vom 18. bis 25. August statt.

Alexander Hülshoff und Katharina Apel, die beiden Macher des Kammermusikfests Kloster Kamp, wagen den Schritt in die Landeshauptstadt: Zum zehnten Geburtstag der Musikreihe, die auf dem Kamper Berg ihren Anfang nahm, gönnt sich das Künstler-Ehepaar und den Musikfreunden vom Niederrhein ein Konzert im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf. "Es der perfekte Saal für Kammermusik", schwärmte Alexander Hülshoff, Professor an der Folkwang-Universität der Künste. Kompositionen von Dvorák, Zoltán Kodály und Brahms werden dort zum Abschluss des Kammermusikfests am 25. August zu hören sein. Dass die Musikreihe so viele Freunde finden und so lange bestehen würde, hätte sich Alexander Hülshoff nie träumen lassen. "Es ist für uns ein emotionaler Moment", erklärte der Cellist gestern bei der Vorstellung des Programms. "Die Woche im August ist für alle ein künstlerisches Zuhause geworden." Und obwohl sich das Festival in den vergangenen zehn Jahren stetig weiter entwickelt hat, blieb es gleichzeitig der ursprünglichen Idee treu: Die Zuhörer erleben die Musiker nicht nur in Konzerten an verschiedenen Spielorten, sondern auch in offenen Proben bei der künstlerischen Erarbeitung der Kompositionen. In diesem Jahr werden 16 Musiker aus acht Ländern den Kamper Berg für eine Woche zu einem musikalischen Zentrum machen. Ihr Festivaldebüt geben die japanische Pianistin Megumi Hashiba, die Geiger Boris Garlitzsky, Barbara Gruszczynska, Stephan Picard und Wolfgang Schröder, der Bratscher Razvan Popovici und Flötist Massimo Mercilli. Die offenen Proben der Meisterwerke aus Klassik und Romantik starten am Sonntag, 18. August, ab 10 Uhr, im Kloster Kamp. Beim Eröffnungskonzert am Mittwoch, 21. August, 20 Uhr, in der Alten Schmiede am Kloster Kamp geht es rund um klassisch zu. Es werden Werke von Carl Maria von Weber, Gideon Klein, Antonín Dvorák und Johannes Brahms gespielt. Schloss Ossenberg in Rheinberg ist Aufführungsort für das zweite Konzert am Donnerstag, 22. August, 20 Uhr, das unter dem Motto "Le Notti Mediterranee" steht. Im Fokus stehen französische und spanische Komponisten wie Maurice Ravel, Joaquín Turina, Francis Poulenc und Gaspar Cassadó. "Das Konzert wird sehr viele solistische Züge haben", betonte Katharina Apel. Die inzwischen traditionelle Soiree findet am Samstag, 24. August, 18 Uhr, in der Johanniskirche in Rayen statt. Die Musiker spielen Werke von Mozart, Beethoven und Mendelssohn-Bartholdy. Das Nachtkonzert am Samstag, 24. August, 22 Uhr, im Rokokosaal im Kloster Kamp macht die Nacht zum Thema. Auf dem Programm stehen Werke wie Schuberts Nocturno und der Streichquartettsatz "Night" von Ernest Block. Ein liebgewonnener Spielort ist auch in diesem Jahr wieder dabei: Schloss Bloemersheim in Neukirchen-Vluyn. Dort findet am Sonntag, 25. August, 11 Uhr, eine Matinee statt.

Der Eintrittspreis zu den Konzerten beträgt 18 Euro. "Er ist seit vier Jahren konstant", betonte Jeannette von der Leyen, die seit 2006 für die Organisation verantwortlich zeichnet. Weitere Informationen über das Kammermusikfest sind im Internet zu finden: www.kammermusikfest-klosterkamp.de

(RP)
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