Evangelische Gemeinde Utfort verabschiedet Pfarrer Uwe Krakow

Gott und die Welt - in Moers: Pfarrer Uwe Krakow: „Es war eine wunderbare Zeit“

Die evangelische Gemeinde Utfort verabschiedet am Sonntag ihren langjährigen Seelsorger. Seit 1996 stand Krakow im Dienst der Gemeinde. Er blickt mit großer Dankbarkeit zurück.

Er wollte vor allem mit den Menschen reden, suchte den Brückenschlag. Gute Begegnungen prägten sein langes Priesterleben. Jetzt geht Pfarrer Uwe Krakow in den Ruhestand. Die evangelische Kirchengemeinde Utfort verabschiedet ihren beliebten Seelsorger am Sonntag, 20. Januar, mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche an der Friedensstraße. Im Anschluss lädt sie zu einem Empfang ins Gemeindehaus am Wienbergshof ein.

Seit 1996 war Krakow für die Gemeinde im Einsatz, betreute neben Utfort auch die Gemeinden Eick-Ost und Bornheim. Der engagierte Pfarrer nimmt schweren Herzens Abschied von den Menschen und den Gemeinden, denen er nach über 20-jähriger vertrauensvoller Zusammenarbeit hohe Anerkennung zollt, ihnen Offenheit und Toleranz bescheinigt. Seine Utforter Zeit sieht Krakow als eine positive Zeitspanne seines Lebens.

Ein Höhepunkt war das 100-jährige Kirchenjubiläum: Die Einweihung des beeindruckenden sakralen Bauwerks fand im Jahre 1906 statt – die Erinnerung daran fiel Krakows Zeit, und er hat sie zusammen mit der Gemeinde, mit Ausstellungen und Veranstaltungen gewürdigt. Darüber hinaus hat er gemeinsam mit den vielen Ehrenamtlichen ein lebendiges Seelsorgeteam aufgebaut, hat eine vorbildliche Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften gepflegt. Und die Fürsorge für die Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, war für den scheidenden Pfarrer eine eminent wichtige Aufgabe.

Der Seelsorger, der aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt scheidet, blickt mit großer Dankbarkeit auf diese Jahre zurück. „Es war eine wunderbare Zeit, die mein Leben geprägt hat“, sagt er. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit übernahm der heute 62-Jährige zudem auch pädagogische Aufgaben. Viele Jahre unterrichtete er Religion am Kamp-Lintforter Georg-Forster-Gymnasium und am Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn.

Den Wunsch, Pfarrer zu werden, fasste er schon früh. Nach dem Abitur – er lebte damals in Aachen – studierte er neben Theologie Diplom-Pädagogik. Nach Studienorten in Heidelberg und Bonn arbeitete er als Vikar in Düsseldorf. Im Anschluss war er fünf Jahre als Pastor im Sonderdienst in der dortigen Uni-Klinik für Psychiatrie tätig. Danach wechselte er als Krankenhauspfarrer nach Stralsund. „In dieser Zeit erfuhr ich viel über die Krankenhausseelsorge in ganz Deutschland, da ich durch meine Arbeit im Krankenhauskonvent der Pommerschen Kirche viele Kontakte zu anderen Landeskirchen hatte“, erinnert er sich. „Während dieser Zeit war ich auch für die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Telefonseelsorge zuständig.“