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Rheurdt: Erdgasleitung Zeelink: Die Pläne liegen bald im Rathaus aus

Rheurdt : Erdgasleitung Zeelink: Die Pläne liegen bald im Rathaus aus

Auch Grundstücke in Rheurdt und Schaephuysen liegen auf der Strecke. In manchen Kommunen formiert sich Widerstand.

Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für die Erdgaspipeline Zeelink liegen zwischen Montag, 18. September, und Dienstag, 17. Oktober, im Rathaus von Rheurdt aus. Wer als Grundstücksbesitzer betroffen ist, kann dann bis einschließlich 2. November bei der Bezirksregierung Düsseldorf (Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf) oder bei der Gemeinde Rheurdt Einwendungen erheben.

Die Zeelink-Pipeline soll auf einer Länge von rund 215 Kilometern von Lichtenbusch in der Städteregion Aachen bis nach Legden im Kreis Borken verlaufen. Berührt von der Leitung werden unter anderem Gebiete der Städte Mönchengladbach, Jüchen, Korschenbroich, Kaarst, Wilich, Krefeld, Tönisvorst, Kempen, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Voerde sowie der Gemeinden Kerken, Rheurdt, Issum, Alpen, Hünxe und Schermbeck.

Wie so oft bei Großprojekten dieser Art, gibt es engagierte Gegner der Gaspipeline. So hat sich in Hünxe eine Bürgerinitiative gegründet, die bei dem Vorhaben Gefahren sieht. Sie argumentiert: Wenn die Pipeline gebaut wird, dann folge ein bis zwei Jahre später direkt daneben die Amprion-A-Nord-Trasse. Dies stehe in den Planungsunterlagen. Bei diesen Bauarbeiten, so die Gegner der Erdgasleitung, könne es zu einem Bruch der Pipeline und zu einer Katastrophe kommen. In anderen Kommunen laufen bereits Klagen im Zusammenhang mit Zeelink. Und viele Landwirte fühlen sich durch die Höhe der Zahlungen nicht ausreichend entschädigt.

Rheurdts Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen hält es für unwahrscheinlich, dass die Amprion-Trasse zeitgleich mit der Zeelink-Leitung angelegt wird. "Es ist noch gar nicht klar, ob diese Trasse über Rheurdt geht, da gibt es mehrere mögliche Streckenverläufe." Dass die Pipeline durch den Trassenbau gefährdet sein könnte, hält der Bürgermeister für unwahrscheinlich. "Weil die Magnetfelder der Leitung Einfluss auf die Pipeline nehmen könnten, wird da eine deutliche Distanz gewahrt." Allerdings habe er in Gespräch mit den Vorhabenträgern darauf hingewiesen, dass der Boden der Gemeinde Rheurdt sich für eine Trasse nur bedingt eigne, und dass es Einwirkungen auf den Grundwasserspiegel geben könnte. "Auch darf man nicht vergessen, dass wir hier ein ehemaliges Bergbaugebiet sind."

(s-g)