Moers: Enni plant Bau neuer Trauerhalle auf dem Friedhof Repelen

Moers: Enni plant Bau neuer Trauerhalle auf dem Friedhof Repelen

Was den Abriss der Trauerhalle auf dem Friedhof Utfort betrifft, stehen Mitte Juni Gespräche mit der evangelischen Kirchengemeinde an.

Genau ein Jahr nach dem Beschluss des Friedhofskonzepts hat sich der Verwaltungsrat der Enni Stadt & Service jetzt erneut mit den Moerser Friedhöfen beschäftigt. Nahezu alle damals für 2017 beschlossenen Einzelmaßnahmen sind umgesetzt - nun gab das Gremium, wie jährlich vorgesehen, grünes Licht für den Maßnahmenkatalog 2018.

Unter anderem plant die Enni den Bau einer neuen Trauerhalle auf dem Friedhof Repelen und den Einbau einer barrierefreien WC-Anlage auf dem Friedhof Meerbeck. Die Moerser Friedhöfe seien in der Öffentlichkeit ein Dauerthema, sagte Enni-Vorstand Lutz Hormes. "Naturgemäß sind die Menschen hier sehr sensibel und es bedarf im Umgang mit diesen Themen viel Fingerspitzengefühl".

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Bespiel: Der geplante Abriss der Trauerhalle auf dem Friedhof Utfort. "Um räumlich einen Ersatz und mehr als einen Unterstand zu schaffen, stehen wir in engen Gesprächen mit der evangelischen Kirchengemeinde", so Hormes. Er hoffe, bereits bei der Presbyteriumssitzung Mitte Juni eine Einigung mit der Gemeinde erzielen zu können. Im Gespräch ist dort ein Umbau der Pfarrkirche, um darin Trauerfeiern zu ermöglichen. Verzichten will der Verwaltungsrat auf den Moerser Friedhöfen hingegen zunächst auf Pfandstationen für Handkarren. In Issum, Duisburg, Dinslaken und Krefeld gibt es sie bereits. Claus Peter Küster (Grafschafter) hatte vorgeschlagen, die Karren auch auf Moerser Friedhöfen einzuführen und einen entsprechenden Prüfauftrag an die Enni gestellt. So ein Angebot sei bürgerfreundlich, servicenah und erleichtere Friedhofsbesuchern die Pflege der Gräber besonders während der Pflanzzeiten, so Küster.

Das sahen Enni und Verwaltungsrat eigentlich genauso. Der Vorschlag sei zwar grundsätzlich positiv. "Wenn wir aber weiterhin eine gute Balance zwischen Angebot und Gebührenstabilität halten wollen, können wir nicht alle Ideen umsetzen", sagte Hormes, der auch zur öffentlich diskutierten Kaninchenjagd - unsere Redaktion berichtete - auf dem Moerser Hauptfriedhof Stellung nahm. Diese sei zwar seit Jahrzehnten Gang und Gäbe und ein Wunsch zahlreicher Friedhofsnutzer. "Wenn sich Anwohner dadurch gestört fühlen, müssen wir aber über Alternativen nachdenken, etwa dem Einsatz von Attrappen von Raubvögeln zur Abschreckung."

(juha)