Moers: Enni baut Traglufthallenbad am Solimare ab

Moers: Enni baut Traglufthallenbad am Solimare ab

Vier Jahre gab es das Bad, das die Wartezeit bis zur Fertigstellung des Hallenbads in Rheinkamp überbrücken sollte. Jetzt ist Schluss.

Diverse Kaffeesorten und wenige Süßigkeiten gibt es noch in Automaten im Foyer des Hallenbads am Solimare – Eintrittskarten für das Traglufthallenbad am Kassenautomaten daneben allerdings nicht mehr. Am Sonntag durften Bad-Besucher zum letzten Mal ins Wasser gehen, seit gestern Morgen wird das Bad nach und nach abgebaut. Es wurde im Dezember vor vier Jahren als provisorisches Hallenbad für Moers in Betrieb genommen und sollte die Zeit überbrücken, bis es ein neues Bad am Sportzentrum Rheinkamp gibt. Das ist jetzt so weit, am 29. Januar wird in Rheinkamp der Schwimmbetrieb aufgenommen.

Voraussichtlich am Donnerstag kommender Woche soll die gigantische Hülle des Beckens fallen. Sie besteht aus Kunststoff-Gittergewebe und ragt zehn Meter in die Höhe. Wie ein XXL-Zelt sieht sie aus, diese Hülle, und ist mit rund 10 000 Kubikmetern Luft gefüllt. Damit die Hülle nicht zerstört wird, wenn der Druck abgelassen wird und sie heruntersackt, muss zunächst das gesamte Innere aus dem Bad geräumt werden. Eine Aufgabe, mit der Isolde Mettler und ihre Kollegen seit gestern Morgen beschäftigt sind: Die Startblocks sind schon abmontiert und liegen im Freien, die bunten Schlangen, die die einzelnen Bahnen voneinander trennen, am Beckenrand, Bänke und Heizungen folgen. Auch die Handläufe, die ins Wasser führen, werden abgenommen. Innen muss alles leer sein, damit dann das Außen abgebaut werden kann – auch das Wasser wird vorher abgelassen. "Bis zum 31. Dezember muss hier alles weg sein", sagt Mettler. Dann wird die Plane zusammengefaltet – "wie ein Zelt und dann zu einem Paket. Einem großen Paket", sagt Katja Nießen, Mitarbeiterin in der Enni-Pressestelle.

Der Aufbau des Traglufthallenbades dauerte im Herbst und Winter 2008 rund 14 Tage, Sprengungen waren notwendig, um die Halterungen der Hülle tief genug im Boden zu versenken und auf diese Weise sicherzustellen, dass das Gerüst auch bei Sturm sicher steht und nicht davonfliegt.

Am vergangenen Sonntag, dem letzten Schwimmtag im Traglufthallenbad, war noch einmal richtig viel los – "es kamen viele Gäste, die lange nicht mehr hier waren", sagt Isolde Mettler. Als hätten sie sich von dem provisorischen Hallenbad verabschieden wollen, dessen Zeit jetzt endgültig vorbei ist.

(RP)
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