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Ende der NS-Herrschaft in Moers: Schüler gestalten Gedenkfeier

Ende der NS-Herrschaft in Moers : Tag der Befreiung: Schüler gestalten Gedenkfeier

Der Moerser Verein „Erinnern für die Zukunft“ lädt in den nächsten Wochen zu einer insgesamt neunteiligen aus Lesungen, Stadtführungen, Exkursionen und verschiedenen Vorträgen bestehenden Veranstaltungsreihe ein.

Genau 75 Jahre ist es jetzt her, dass der Einzug der US-Truppen der NS-Herrschaft im einstigen Altkreis Moers ein Ende setzte. Anlässlich dieses geschichtsträchtigen Ereignisses lädt der Moerser Verein „Erinnern für die Zukunft“ in den nächsten Wochen zu einer insgesamt neunteiligen aus Lesungen, Stadtführungen, Exkursionen und verschiedenen Vorträgen bestehenden Veranstaltungsreihe ein. Den Auftakt dazu macht am 3. März um 17 Uhr eine von neun Schülern der Moerser Geschwister-Scholl-Gesamtschule mitgestaltete Gedenkfeier vor und im Alten Landratsamt am Kastellplatz.

Unter dem Titel „Wir erinnern uns ... und bleiben wachsam“ hatte die aus Schülern der Jahrgangsstufen acht, elf und zwölf zusammengesetzte Gruppe unter der Leitung ihrer Geschichtslehrerin Jasmin Aysu meist außerhalb der Unterrichtszeit drei noch heute in Moers lebende Zeugen der damaligen Zeit befragt und außerdem eine mit zahlreichen alten Fotos bestückte informative Powerpoint-Präsentation zu den Ereignissen vor 75 Jahren zusammengestellt.

„Wir beschäftigen uns hier an der Schule schon länger mit der Aufarbeitung der Moerser NS-Zeit“, beschrieb der didaktische Leiter der Gesamtschule, Klaus Bleckmann, das engagierte Erinnerungsprojekt: „Dabei war es uns bei der Befragung der Zeitzeugen besonders wichtig, was sie den jungen Leuten gegen den heute wieder zunehmenden Rechtsextremismus zu empfehlen haben.“

Einen Teil dieser Interviews werden die beteiligten Schüler bei der Auftaktveranstaltung am 3. März mit den Zeitzeugen zusammen am Mahnmal vor dem Landratsamt noch einmal wiederholen. Daneben wird es an diesem Tag diverse Ansprachen unter anderem vom Vereinsvorsitzenden Bernhard Schmidt, Bürgermeister Christoph Fleischhauer und dem ehemaligen Präses der Evangelischen Kirche Jürgen Schmude geben.

Die von den Schülern der Geschwister-Scholl-Schule zusätzlich zu den Zeitzeugeninterviews erarbeitete Powerpoint-Präsention ist dann anschließend im Vortragssaal des Alten Landratsamts zu sehen. Parallel dazu werden die beiden Schlosstheater-Schauspieler Lena Entezami und Roman Mucha etwa 20 Minuten lang aus dem Buch „Moers unterm Hakenkreuz“ vorlesen.

Die nächste Veranstaltung zur Erinnerung an die vor 75 Jahren durch die Amerikaner stattgefundene Nazi-Befreiung des Moerser Altkreises findet bereit zwei Tage später, am 5. März in der Evangelischen Stadtkirche statt. Dann referiert dort ab 20 Uhr die Wuppertaler Juristin und Publizistin Liane Bednarz über „Angstprediger – wie rechte Christen Gesellschaft und Kirche unterwandern.“

Die Daten zur den weiteren Veranstaltungen der Moerser Veranstaltungsreihe „Tage der Befreiung“ können unter www.erinnernfuerdiezukunft-moers.de abgerufen werden.