1. NRW
  2. Städte
  3. Moers

Moers: Eisunfälle: Toter und Verletzte

Moers : Eisunfälle: Toter und Verletzte

Plötzlich waren die Straßen spiegelglatt. Vor allem im Süden des Kreises Kleve kam es gestern Morgen zu schweren Unfällen. Die folgenschwersten Karambolagen ereigneten sich beide in Schaephuysen. Ein 46-Jähriger starb.

rheurdt/neukirchen-vluyn Das Eis kam völlig überraschend: Der 46-jährige Opel-Fahrer aus Rheurdt kam auf der abschüssigen Hauptstraße in Schaephuysen plötzlich ins Schleudern. Der Corsa stellte sich quer, rutschte auf die Gegenfahrbahn. Der 60-Jährige im BMW konnte nicht mehr bremsen und krachte frontal in die rechte Fahrzeugseite des Opels. Der 46-jährige Rheurdter konnte nur noch tot aus dem Auto geborgen werden.

Dies war der schlimmste Unfall, der sich gestern Morgen in den Kreisen Kleve und Wesel ereignete. Das überraschende Glatteis führte im südlichen Gebiet des Kreises Kleve zwischen 5.30 und 8 Uhr zu insgesamt elf, im Kreis Wesel zwischen 5.15 und 9.15 Uhr zu neun teilweise schweren Karambolagen. Neben der getöteten Person gab es im Kreis Kleve drei Schwer- und vier Leichtverletzte.

Citroen in Mercedes

Das zweitschwerste Unglück ereignete sich nur zwei Kilometer von dem tödlichen Unfall entfernt. Kurz vorher um 7 Uhr waren auf der Vluyner Straße in Schaephuysen zwei Autos zusammengestoßen. Ein 25-jähriger Mercedesfahrer aus Neukirchen-Vluyn war auf spiegelglatter Straße ins Schleudern geraten. Sein Fahrzeug hatte sich quer zur Fahrtrichtung gedreht und war dann auf der Gegenfahrbahn mit einem entgegenkommenden Citroen Berlingo zusammengestoßen. Der 42-jährige Berlingo-Fahrer aus Rheurdt hatte dem Mercedes ebenfalls nicht mehr ausweichen können und fuhr frontal seitlich in den Mercedes. Beide Autofahrer wurde durch die Aufprallwucht schwer verletzt. Der Mercedesfahrer war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch Feuerwehrkräfte mit der Rettungsschere aus dem Autowrack herausgeschnitten werden. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. „Beide Fahrer wurden mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Die L 140 blieb für Aufräum- und Bergungsarbeiten bis etwa 9.15 Uhr gesperrt“, berichtet Frank Diepers, stellvertretender Löschzugführer Schaephuysen.

Auf der Geldernschen Straße kam gegen 5.26 Uhr ein Kleintransporter aus Rheurdt kommend am Ortsausgang Rayen von der Straße ab und prallte gegen einen Baum.

Die Feuerwehr befreite den eingeklemmten Fahrer mit Rettungsschere und Spreizer aus seinem Fahrzeug. Der verletzte Fahrer wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Die Batterie wurde abgeklemmt und das Fahrzeug mit einer Seilwinde aus dem Wald gezogen. Im Anschluss an den ersten Einsatz wurde die Feuerwehr gegen 6.56 Uhr zur Niederrheinallee in Höhe des Ortsausgang Vluyn geschickt. waren ebenfalls auf der eisglatten Fahrbahn zwei Fahrzeuge zusammen gestoßen. Die Feuerwehr entfernte mit Schere und Spreizer zur Rettung der Person das Dach des Autos. Der Verletzte kam ins Krankenhaus.

(RP)