Moers: Eintrittspreis-Entscheidung vertagt

Moers: Eintrittspreis-Entscheidung vertagt

Höhere Entgelte für Schwimmbäder und Eishalle werden im Sportausschuss diskutiert.

Vielleicht kommt sie im kommenden Jahr, vielleicht auch gar nicht: Der Verwaltungsrat der Enni Stadt & Service hat die Entscheidung über die geplante Erhöhung der Eintrittspreise für die Moerser Schwimmbäder und die Eishalle vertagt und zur erneuten Diskussion in den Arbeitskreis Gebühren der AöR, den Stadtrat und den Sport- und Schulausschuss verwiesen. Am Ende, das betonte Bürgermeister Christoph Fleischhauer in der gestrigen Sitzung, werde es darauf hinauslaufen, die bestehenden wirtschaftlichen Zwänge der Enni gegen die Bedürfnisse der Politik beziehungsweise der Bürger abzuwägen: "Die Politik hat naturgemäß eine andere Sicht auf die Dinge als ein Vorstand, da kommt es auf die Perspektive an."

Foto: Dieker Klaus

Wie berichtet, sollen Erwachsene nach den Planungen der Enni bereits ab diesem Jahr im Solimare-Bad und im Enni-Sportpark 4,80 statt bisher vier Euro zahlen (Kinder/Jugendliche 2,49 statt zwei Euro). Der Preis im Naturbad Bettenkamper Meer soll von zwei Euro auf 2,30 steigen. In der Eishalle würden statt bisher 3,50 Euro 4,20 Euro Eintritt fällig, der Eintritt für Minderjährige stiege von zwei auf 2,40 Euro. Auch die Familienkarten könnten teurer werden.

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Die Enni begründet die geplanten Erhöhungen mit einem regionalen Preisvergleich auf der einen und seit Jahren stabilen Preisen auf der anderen Seite. Gleichzeitig, heißt es, seien Lohn- und Energiekosten gestiegen. Die Mehreinnahmen sollten die Verluste im defizitären Bäderbetrieb abfedern. Vor allem die CDU hatte die Pläne scharf kritisiert. Die Erhöhung treffe die normale Durchschnittsfamilie, hieß es. Verwaltungsratsmitglied Klaus Brohl erklärte, aus Sicht der Christdemokraten sei aber vor allem der Zeitpunkt der falsche - unmittelbar nach der Sanierung der Moerser Bäder- und Sportstätten. Einig war sich das Gremium am Ende darüber, dass noch Diskussionsbedarf besteht. Möglicherweise auch über die "Renaissance einer Punktekarte", so Brohl.

(RP)