Bauarbeiten Brücke in Moers wegen Einsturzgefahr gesperrt

Moers · Eine Brücke in Utfort ist so stark beschädigt, dass sie sofort für Autos gesperrt werden musste. Wie Autofahrer die Baustelle umfahren können und warum manche Anwohner sich freuen.

 An der gesperrten Brücke in Buschfort finden Bauarbeiten statt.

An der gesperrten Brücke in Buschfort finden Bauarbeiten statt.

Foto: Josef Pogorzalek

Eine Brücke in Moers-Utfort ist akut einsturzgefährdet. Die Brücke über den Utforter Graben an der Buschstraße wird von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern genutzt. Zum Glück wurde die Gefahr erkannt, bevor etwas passiert ist. Die Enni hat die Durchfahrt gesperrt. Das Bauwerk wird nun in einer „Sofortmaßnahme“ saniert.

Bei den Vorbereitungen zur geplanten Sanierung eines sogenannten Durchlasses für einen Entwässerungsgraben habe ein beauftragtes Unternehmen am Montag (24. Juni) größere Risse im Brückenbauwerk entdeckt, teilte die Enni Stadt & Service mit. „Aufgrund der akuten Einsturzgefahr musste Projektleiter Knut Wiesten die Buschstraße bereits am Montagnachmittag sofort in Höhe der Hausnummer 54 sperren, die hierdurch vor dem Baufeld für den Durchgangsverkehr zur Sackgasse wird“, so die Enni.

„Obwohl die sogenannten Durchlässe für uns zu den Brückenbauwerken zählen, sind sie aber letztendlich nichts anderes als ein Kanalrohr, das an dieser Stelle unter die Straße geführt wird und einen offenen Graben miteinander verbindet“, teilte die Enni weiter mit. „Dieses, in der Buschstraße aus den 1960er Jahren stammende Rohr ist im Laufe der Zeit an seine Belastungsgrenze gekommen und wird durch uns nun erneuert. Wir entnehmen somit das defekte Bauteil, ersetzen es und stellen danach die Asphaltdecke wieder her.“

Autofahrer müssen einen rund 1,5 Kilometer langen Umweg auf sich nehmen. Sie können die Baustelle über eine über die Kamp-, Rheinbergerstraße sowie die Rathausallee und die Friedenstraße in beide Fahrtrichtungen umfahren. Für Fußgänger und Radfahrer bleibt die Baustelle passierbar.

Die Buschstraße verläuft parallel zur Römerstraße durch Wohngebiete in Utfort. Nicht alle Anwohner sind traurig über die Brückensperrung. Dadurch sei es in der Siedlung deutlich ruhiger, sagte am Dienstag ein Mann. Die Zahl der Fahrzeuge, die die Straße passieren, habe sich gegenüber früher vervielfacht. Die Straße werde gerne als Ausweichstrecke zur viel befahrenen Römerstraße genutzt, nicht nur von Pkw, sondern auch von Lastwagen. „95 Prozent brettern hier, salopp gesagt, durch“, so der Mann. An das vorgeschriebene Tempo 30 halte sich kaum jemand. Das sei nicht nur nervig, sonder gefährde insbesondere Kinder auf dem Weg zur Kita oder in die Schule. Eingaben von Anwohnern bei Stadt und Polizei seien allerdings ohne Erfolg geblieben.

Voraussichtlich zwei Wochen lang können Anwohner die Ruhe genießen. Enni will die mit der Stadt abgestimmten Bauarbeiten möglichst bis zum Freitag, 5. Juli, abschließen. Wer Fragen dazu hat, kann sich unter der Rufnummer 02841 104600 informieren.

(pogo)