Moers: Ein Wiener gewinnt in Moers

Moers: Ein Wiener gewinnt in Moers

Die zweite Vorrunde des "Schwarzen Schafs" bot viel Abwechslung.

Zwölf Nachwuchskabarettisten aus dem deutschsprachigen Raum stehen seit 13. März im Wettstreit um den begehrten niederrheinischen Kabarettpreis "Das Schwarze Schaf". In jeweils zwei Vorrunden treten insgesamt zwölf Kandidaten mit einem 15-Minuten-Kurzprogramm in Emmerich, Krefeld, Moers und Wesel gegeneinander an. Es ist das Publikum, das darüber entscheidet, welche fünf Künstler aus den Vorrunden zum Finale am 5. Mai nach Duisburg fahren. Moderiert wurden die Abende durch den ehemaligen "Springmaus"-Kabarettisten Christoph Brüske.

Die erste Vorrunde in Moers fand vor einer Woche statt. Gewonnen hatte diese Salim Samatou aus Köln. Jetzt wetteiferte die zweite Staffel der Nominierten in der Grafenstadt um den Einzug ins Finale. Gewinner dieses Abends wurde Rudi Schöller aus Wien. Für das Moerser Publikum nachdenklich bis unterhaltsam und dabei zugleich spannend ging es vorgestern Abend im Kammermusiksaal des Martinstifts zu.

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Erfrischend gesellschaftskritisch kamen die Vorträge fast aller Beteiligten daher. Vor allem der 17-jährige Bernard Paschke und der in Bonn lebende Lehrer Gregor Pallast, konnten gefallen und vertraten das politische Kabarett "alter Schule". Als Vertreter des Musikkabaretts war der Liedermacher und Singer-Songwriter Falk aus Berlin angereist, während das Duo Mike & Aydin spritzige Sketche unter anderem zum Thema Europäische Union zum Besten gaben. Der als "schwarzer Goethe" angekündigte Ibo Profen konnte die Erwartungen mit seinen Geschichten nicht (ganz) erfüllen. Beim Publikum dagegen ungemein punkten konnte Rudi Schöller mit seiner Comedy über die Alltagstauglichkeit der sogenannten Digitalisierung unserer Lebenswelt.

Ob es zur Finalteilnahme reicht, bleibt abzuwarten. Denn jetzt heißt es, die prozentualen Anteile aller Wettbewerbsteilnehmer aller ihrer Auftritte in den vier Vorrundenstädten auszuwerten und die fünf Besten zu ermitteln. In der nächsten Woche sollen die Finalisten bekanntgegeben werden. Der Gewinner vom "Schwarzen Schaf" erhält 6000 Euro Siegprämie sowie eine Tour durch die vier Vorrundenstädte. Außerdem wird er sein Bühnenprogramm einen Tag nach der Siegerehrung im Kleinkunsttheater "Die Säule" in Duisburg präsentieren. Die Plätze zwei und drei sind mit 4000 und 2000 Euro dotiert.

(reife)
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