Neukirchen-Vluyn: Ein neuer Nahversorger soll her

Neukirchen-Vluyn : Ein neuer Nahversorger soll her

SPD und CDU fordern Gespräche mit Unternehmen, die südlich der Hochstraße in Neukirchen einen Lebensmittelmarkt ansiedeln könnten.

Als Reaktion auf die baldige Schließung des Kaisers-Marktes an der südlichen Hochstraße in Neukirchen hat die SPD-Fraktion nun eine Reihe von Anträgen für die kommende Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses formuliert. Darin wird die Stadt aufgefordert, Fakten zu schaffen, damit der Bereich Grevenstraße/Mozartstraße/Andreas-Bräm-Straße/Alte Rathausstraße für künftige Nahversorger bereit steht. Das heißt konkret: Die Verwaltung soll die Rahmenplanung entwickeln und präzisieren, einen Beschlussentwurf für die Aufstellung eines Bebauungsplanes vorlegen und "unverzüglich" Kontakt mit Unternehmen wie Edeka, Rewe oder Tengelmann/Kaisers aufnehmen, um zu sondieren, ob diese Ketten Interesse haben, an Ort und Stelle einen Markt mit "Lebensmittel-Vollsortiment" anzusiedeln.

Der Bereich südlich des Eingangs zum Dorf Neukirchen ist in den Augen der SPD dafür ideal geeignet. "Als Nutzung wäre insbesondere kundenintensiver Einzelhandel in Betracht zu ziehen, der den vorhandenen Nutzungsmix ergänzen sollte. Vorrangig könnte der Standort für Nahversorgungseinrichtungen aus dem Segment des Lebensmitteleinzelhandels (zum Beispiel Lebensmitteldiscounter oder Vollsortimenter) oder dem Drogeriemarktbereich verfügbar gemacht werden", heißt es in der Begründung des Antrages.

Eine Veränderungssperre über den Bereich zu verhängen, halten die Sozialdemokraten für überflüssig. In diesem Punkt sind sie einer Meinung mit dem Neukirchener Erziehungsverein, der solchen Überlegungen jüngst eine deutliche Absage erteilt hatte. Die Verwaltung des Vereins und die zu ihm gehörende Buchhandlung liegen auf einer Fläche, die manchen als Schlüsselgrundstück für die Dorfentwicklung gilt. Was den rückwärtigen Teil der Fläche angeht, hat sich der Verein gesprächsbereit gezeigt, nicht aber was die Verwaltung und den Buchladen betrifft.

Die Haltung des Vereins, der sich nicht einschnüren lassen möchte, stößt auch bei der CDU-Fraktion auf Verständnis. "Eine Veränderungssperre für die im Gespräch stehende Fläche wird von uns nicht befürwortet. Wir werden die städtische Wirtschaftsförderung beauftragen, umgehend mit möglichen Investoren Gespräche unter der Beteiligung des Grundstückseigentümers zu führen, die die Ansiedlung eines Nahversorgers zum Ziele hat", erklärt der Fraktionsvorsitzende Klaus Franzen.

(s-g)
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