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Ein Diskurs über das urbane Zusammenleben in Moers

Stadtentwicklung in Moers : Einen liebevollen Blick aufs Wallzentrum werfen

Das „W“ im Wallzentrum lädt Moerser ein, auf einen gedanklichen Spaziergang durch die Stadt zu gehen. In einem virtuellen Diskurs sollen die Gäste jetzt das Gebäude neu entdecken.

Das Moerser Wallzentrum scheint eine wie aus der Zeit gefallene Immobilie zu sein: In die Jahre gekommen, lockt das Haus mit seiner langgezogenen Ladenpassage nur wenig Kundschaft an. Das „W“, das vom Moerser Schlosstheater mit Partnern initiierte „Zentrum für urbanes Zusammenleben“, möchte das Gebäude mit neuen Impulsen aus dem Dornröschenschlaf wachküssen und lädt die Bürger ein, sich in verschiedenen Projekten auf das Gebäude einzulassen. Für Dienstag, 16. Februar, 19.30 Uhr, plant das „W“-Team nun die Fortsetzung der im September gestarteten Reihe „Diskurse zum urbanen Zusammenleben“ – wegen der Corona-Krise aber nicht analog im Wallzentrum, sondern online im Rahmen eines Zoom-Meetings.

Ging es beim ersten Diskurs noch um „Utopie und Realität“, so wollen die Veranstalter das Wallzentrum und sein Umfeld dieses Mal zusammen mit den Moersern virtuell „erkunden und erfahren“. Professor Nicolas Beucker, Fachbereich Design an der Hochschule Niederrhein, wird wieder die Moderation übernehmen. „Nachdem wir uns zunächst mit der Entstehungsgeschichte der Immobilie befasst haben, wollen wir im nächsten Schritt einen liebevollen Blick auf das Gebäude werfen und es perspektivisch neu denken.“ Zur Unterstützung hat Beucker zwei Referenten eingeladen, die sich als Experten mit Urbanität und Stadtentwicklung gut auskennen.

Mit der Architekturhistorikerin und Urbanistin Turit Fröbe und dem Stadtenwickler Karsten Drohsel nimmt Beucker die Teilnehmer mit auf eine spielerische Reise der Stadtwahrnehmung. Seine Gäste sind Experten für ungewöhnliche Perspektiven. „Sie entdecken Dinge, die wir oft für nicht beachtenswert halten“, sagt Nicolas Beucker.

Die Moerser erwartet ein Gedankenspaziergang rund ums Wallzentrum und werden aufgefordert, mit eigenen Eindrücken und Erinnerungen ein mentales Stadtbild zu konstruieren. „Sie werden ihre Sinne für die unscheinbaren Details des Alltags schärfen und Beobachtungsstrategien für eigenen Stadtspaziergänge entwickeln“, sagt Jana Hüttebräucker, Projektkoordinatorin im Zentrum für urbanes Zusammenleben. „Es geht uns aber nicht darum, konkrete Empfehlungen für diesen Bereich zu geben. Wir maßen uns nicht an, eine stadtplanerische und politische Entscheidung vorzubereiten“, betont Beucker.

Passend zum Diskurs stellt das „W“ eine Sammlung von Fragen zum Download bereit, die dabei helfen, mit einem vielleicht anderen Blick durch die eigene Stadt zu gehen.

Anmeldung Wer an dem Diskurs per Zoom teilnehmen möchte, schickt eine E-Mail an dasw@schlosstheater-moers.de oder meldet sich telefonisch unter 02841 9164921 an. Der Link wird dann per E-Mail zugesandt.