Ein Besuch im Grafschafter Museum zur Duckomenta in Moers.

Ausstellung „Duckomenta“ in Moers: Duck...Duck...Duck...

Die „Duckomenta“ im Grafschafter Museum ist eine spaßige Reise durch die Kunst- und Kulturgeschichte mit der Ente. Die RP zeigt heute einige der Meisterwerke.

Gerade schwammen sie noch munter im Moersbach, jetzt tummeln sich die berühmten Enten der Weltgeschichte im Grafschafter Museum im Schloss und schreiben auch die Kultur- und Stadtgeschichte der Grafenstadt neu. Möglich macht dies seit Anfang Dezember die Sonderausstellung „Duckomenta – Kulturgeschichte mit Ente“. Hier zeigt nicht nur Otto von Bismarck den Besuchern sein wahres Schnabelgesicht, sondern auch Napoleon, Kaiserin Sissi und ihr Franz, Marilyn Monroe und Elvis Presley. Hinter dieser Parallelwelt, die sich geschickt in die Dauer- und Sonderausstellung des Grafschafter Museums eingeschlichen hat, steckt „Interduck“, ein Zusammenschluss von Künstlern in Berlin.

Goethe in der römischen Campagna. Foto: Anja Katzke

Sie haben die großen Kunstwerke dieser Welt wie Da Vincis Mona Lisa oder „Der Schrei“ von Edvard Munch humorvoll sozusagen verentet. Diana Finkele, Leiterin des Grafschafter Museums, freut sich über die positive Resonanz der Besucher. „Man hört in diesen Tagen oft ein fröhliches Lachen in der Ausstellung. Dann wissen wir schon Bescheid“, erzählt sie schmunzelnd. Die „Duckomenta“ ist seit vielen Jahren erfolgreich. 1982 begann Professor Eckhart Bauer mit einigen Studenten der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, mit Mitteln der Kunst spielerisch die „Ver-Entung der Welt“ zu erkunden, heute gibt es mehr als 600 Werke. Künstler und Ausstellung haben mehr als zwei Millionen Menschen auf eine amüsante Reise durch die Epochen der Kunst- und Kulturgeschichte mitgenommen. Bei den Werken handelt es sich um reale Malerei und Bildhauerei. „Die Künstler versuchen, sich auch dem Geist der Vorbilder anzunähern, nicht nur der äußeren Erscheinung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zu den aktiven Mitgliedern von Inter-Duck gehören heute Eckhart Bauer, Anke Doepner, Volker Schönwart, Rüdiger Stanko und Ommo Wille.

Mona Lisa, Öl auf Leinwand. Foto: Anja Katzke
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Die Ausstellung im Grafschafter Museum ist zweigeteilt: In den Räumen der Dauerausstellung spielt die „Duckomenta“ geistreich mit der Kulturgeschichte von den ersten prähistorischen Funden bis zum 20. Jahrhundert. „Wir erhoffen uns natürlich, dass die Besucher auf diese Weise auch unsere Objekte neu entdecken“, erläutert die Museumsleiterin die Idee. Bei der Einrichtung der „Duckomenta“ hat auch sie sich der kreativen Möglichkeiten bedient: So liegt eine verentete Mumie in dem Sarkophag, der 1880 auf dem Giesenhof bei Binsheim gefunden worden war. Die Münzen, die die Herren von Moers im Mittelalter selbst prägen durften, haben in der Ausstellung nun auch Enten-Gesichter. Und so erzählt die Duckomenta auch ein bisschen Moerser Geschichte. Im Bereich der Sonderausstellung finden die Besucher noch mehr aus der verenteten Kunstgeschichte von Klassizismus bis Pop-Art. Die „Duckomenta“ läuft bis zum 3. März.

Ganz neu: Marilyn. Foto: Anja Katzke
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