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Rheurdt: Eichen für den Oermter Berg

Rheurdt : Eichen für den Oermter Berg

Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des Volksparks, der auf Rheurdter und Issumer Gebiet liegt, pflanzten jetzt 100 Bäume, um die Lücke zu füllen, die Anfang des Jahres durch den Sturm Kyrill entstanden ist.

Für die aktiven Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des Oermter Bergs ist die jährliche Pflanzaktion jedes Mal auch ein kleines Wiedersehen. "Es gibt kein intensives Vereinsleben unter den Anhängern des Oermter Bergs", erzählt der Vorsitzende Karl-Heinz Rickers. Auch diesmal steht wieder vor allem die Natur im Mittelpunk: Nach kurzer Begrüßung machen sich etwa 30 Mitglieder (ungefähr 130 zählt der Verein) mit Spaten bewaffnet auf den Weg zum Bäumepflanzen.

Kinder bemalen Vogelschalen

Auf einem nord-östlichen Teil des Oermter Bergs, nahe der — unter Ortskundigen bekannten — "Langen Rutsche", werden die Bäume gesetzt. Wenn dabei von 100 Roteichen die Rede ist, hört sich das zunächst nach einer überwältigenden Zahl an. Dabei sind die Eichen zum Zeitpunkt des Pflanzens noch von der Größe dünner Zweige. Roteichen, auch als Amerikanische Eichen bekannt, können einen Stammumfang von bis zu zwei Meter erreichen und 180 Jahre alt werden. Sie sollen ein großes Loch füllen, das durch den Sturm Kyrill entstanden ist. Um die Auswahl der Baumsorte, passend zum vorhandenen Baumbestand, kümmerte sich das Haus Freudenberg, das ansonsten mit der Pflege des Oermter Bergs beauftragt ist.

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An diesem Samstagmorgen haben sich aber auch ein Dutzend Kinder am Oermter Berg eingefunden. Für sie hat man sich ein kleines Programm ausgedacht: Sie dürfen Schalen, die als Vogeltränken genutzt werden können, anmalen. Dabei wählen die Kinder vor allem naturnahe Motive wie Blumen oder Bäume. "Wir versuchen auch, junge Familien in den Verein zu holen und so der Alterstruktur entgegen zu wirken", erklärt Karl-Heinz Rickers. Nachdem die Kinder mit den Schalen fertig sind, helfen sie noch den "Großen" dabei, die Löcher für die Baumsetzlinge zu graben. Für die Kinder ist es also auch ein Naturerlebnis, von dem sie später berichten können.

"Wenn die Kinder in 20 Jahren durch den Wald laufen und die Bäume schon recht groß sind, können sie erzählen, dass sie die mitgepflanzt haben", meint einer der anwesenden Väter. Die Pflanzaktionen des Fördervereins sind zu einer Tradition geworden. Normalerweise finden sie, wie am Samstag, im späten Herbst statt. "Das ist die perfekte Zeit zum Bäumepflanzen", meint Karl-Heinz Rickers. In diesem Jahr ist es aber schon das zweite gemeinsame Pflanzen der Vereinsmitglieder.

Im Frühjahr hatte man die Bepflanzung an den Grillhäusern vorgenommen.

(RP)