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Moers: Dringend gesucht: Grundstück für die neue Hauptfeuerwache

Moers : Dringend gesucht: Grundstück für die neue Hauptfeuerwache

Gutachter raten von einem Neubau am jetzigen Standort bei laufendem Betrieb ab. Benachbarter Sportplatz von Rot-Weiß Moers ist im Blickpunkt.

Machbar, aber äußerst schwierig - und vor allem teuer: So beurteilte Gutachterin Cordula Claußen gestern die Pläne, eine neue Hauptfeuer- und Rettungswache am angestammten Standort am Jostenhof zu errichten. Die Fachfrau der Planungsgruppe Gestering/Knipping/de Vries aus Bremen riet den Mitgliedern der Ausschüsse für Feuerwehr und Liegenschaften gestern dringend dazu, die Entscheidung zu überdenken und einen Neubau an einem anderen Standort ins Auge zu fassen. Auf diese Weise ließen sich viel Geld und viele Komplikationen vermeiden.

Die neue Feuerwache soll viel größer als die jetzige werden. Auf rund 9500 Quadratmeter bezifferte Claußen den Flächenbedarf. Zum Vergleich: Die jetzige, in den 70er Jahren erbaute Wache verfügt über 5200 Quadratmeter. Auf deutlich über 30 Millionen Euro bezifferte Claußen die Kosten für einen Neubau nach dem bisherigen Konzept, bei dem nacheinander vier Bauabschnitte realisiert werden sollen, wobei jeder eineinhalb bis zwei Jahre Zeit in Anspruch nähme. Die Wehr und der Rettungsdienst müssten sich mit Abbruch- und Bauarbeiten arrangieren und viele Provisorien in Kauf nehmen, um de Dienst sicherstellen zu können.

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Den Ausschussmitgliedern leuchteten die Argumente der Gutachterin gestern ein. Ein anders geeignetes Grundstück für eine neue Hauptfeuerwache ist allerdings schwer zu finden.

Es muss nicht nur die richtige Größe haben, sondern auch so gelegen sein, dass Wehr und Rettungsdienst ihre vorgeschriebenen Einsatzfristen einhalten können; der Standort Jostenhof ist in dieser Hinsicht ideal. Gestern geriet denn auch ein Sportplatz in den Blickpunkt, der unmittelbar neben der Hauptfeuerwache liegt. Das Gelände gehöre der Stadt, erläuterte Kämmerer Wolfgang Thoenes. Es sei in Erbpacht an den Verein Rot-Weiß Moers abgetreten worden. Noch habe niemand mit Vertretern des Vereins gesprochen, sagte Stadtsprecher Klaus Janczyk auf Nachfrage unserer Redaktion.

Die Verwaltung solle sich weiter nach Grundstücken umschauen, hieß es gestern in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse. "Wie gut, dass wir das in der Hand haben und die Feuerwehr nicht auch nicht nach Kamp-Lintfort ausgegliedert wird", meinte Gabi Kaenders (Linke) mit Blick auf den angekündigten Wegzug des Finanzamts.

(RP)