Diskussion um Pflasterfläche am Moerser Schloss

Schlossumfeld : Schloss-AG begrüßt Planung für neuen Platz

Die Stadt hat eine Verkleinerung der vorgesehenen Fläche  vorgeschlagen. Geschichtsverein bleibt bei seiner Kritik.

Der Streit um eine geplante Pflasterfläche am Moerser Schloss geht weiter. Das Thema bleibt spannend“, sagte gestern Peter Boschheidgen vom Vorstand des Grafschafter Museums - und Geschichtsvereins (GMGV). „Die Bürger fangen an, Interesse dafür zu entwickeln.“ Eine Bürgerinitiative hat inzwischen 196 Unterschriften beim Bürgermeister abgegeben. Die Moerser wenden sich gegen die „Bepflasterung einer Grünfläche“; sie möchten, dass das Rasenstück am Pulverhäuschen erhalten wird. Dem GMGV geht es allerdings nicht um Naturschutz, sondern um kulturhistorische Belange. Der Vereinsvorstand hatte, wie berichtet, im Vorfeld einer Sitzung der Schloss AG die Pläne der Stadt zum wiederholten Mal kritisiert und vor einer „Betonwüste“ am Schloss gewarnt.

In der nichtöffentlichen Sitzung der Schloss-AG, eines beratenden Gremiums, stimmten am Donnerstag jedoch bis auf Boschheidgen alle für eine vom Technischen Dezernenten vorgestellte Planung. Die Stadt hatte auf die Kritik reagiert und als Kompromiss eine Verkleinerung der geplanten Pflasterfläche vorgeschlagen. Die Pläne werden im September dem Kulturausschuss und dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorgelegt.

„Wir sind bereit, Anregungen aufzunehmen“, sagte gesten Hartmut Hohmann, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses und der Schloss AG. In den politischen Gremien könne zum Beispiel auch noch über die Art des Pflasters geredet werden. „Wir haben alle dasselbe Ziel: die Stadt attraktiver zu machen“, sagte Hohmann zu der Kritik des GMGV. Er zeigte sich überzeugt davon, dass das Schlossumfeld durch den geplanten Platz mit Bänken und einer neuen Beleuchtung gewinnen wird. Das Schloss werde durch eine Illumination besonders in Szene gesetzt. Der geplante Platz werde um 360 Quadratmeter größer als der jetzige verbreiterte Weg im Bereich zwischen Schloss und Pulverhäuschen. Der Platz soll auch als Veranstaltungsfläche dienen, vor allem aber die „Aufenthaltsqualität“ am Schloss steigern.

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