Moers: Die Vereine mitnehmen

Moers : Die Vereine mitnehmen

Sportausschuss-Vorsitzender Claus Hagemann hält den Konsens für möglich. Die kommunale Sportentwicklungsplanung in Moers gebe Handlungsempfehlungen, keine Befehle.

Mit der kommunalen Sportentwicklungsplanung in Moers ist es Gutes angestoßen worden. Da ist sich Dr. Claus Hagemann (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses, ganz sicher. Auch deshalb, weil er die sehr komplex besetzte Sport-AG leitete und dort einen großen Konsens aller Beteiligten erzielen konnte. Mit dem Start der kommunalen Sportentwicklungsplanung sei die erste Halbzeit begonnen worden. Jetzt sind die Mannschaften in die Kabinen gegangen, um Analyse, Kritik und neue Motivation zu betreiben. Mit der Diskussion im Sportausschuss im November beginne die politische Diskussion – und damit die zweite Halbzeit.

Neuausrichtung

Doch Hagemann will nicht den Verdacht aufkommen lassen, dass die Politik alleine entscheide. Der ganze Diskussionsprozess solle in einer Kooperation mit dem Stadtsportverband geführt, und vorher müssten natürlich alle Vereine gehört werden. Klar ist, dass sich die Stadt Moers es sich nicht leisten kann, nach dem Gießkannenprinzip den Flickenteppich der Sportanlagen zu bedienen. Das führe zu einem ständigen Geldbedarf. Der Sportentwicklungsplan setzt auf Schwerpunkte, auf beste Sportplätze und Konzepte. Die Neuausrichtung, die vorgeschlagen wird, ist die gemeinsame Nutzung eines Platzes durch mehrere Vereine. Vorbild ist die Anlage des VfL Repelen. Drei weitere mit zentralen Funktionen sind bei Rheinpreußen, am Solimare und in Asberg angedacht. Das seien Vorschläge, nicht bereits Beschlussvorlagen, die bereits demnächst umgesetzt werden. Ohne die Vereine läuft da für Hagemann nichts. Ob die Sportplätze vom Freizeitpark zum Solimare verlegt werden, ist bisher nur eine Idee.

Die Vereine und ihre Plätze beherrschte bislang die Diskussion. Hagemann weist auch auf andere Vorschläge des gemeinsamen Papieres: Sehr am Herzen liegt ihm die Sportkinderschule, die Kinder in mehr Bewegung bringen soll. In der einen oder anderen Turnhalle könnte Bewegungslandschaften installiert werden, um ständig genutzt zu werden. Auch wird ein Sportverein gesucht, der modellhaft seine Anlagen auch für Nichtmitglieder öffnet und so niederschwellige Sportangebote macht. Angedacht ist auch eine beleuchtete Finnen-Bahn, auf der Jogger auf Rindenmulch laufen können.

(RP)
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