Moers: Die Sparkasse Niederrhein trägt weiterhin Krawatte

Moers: Die Sparkasse Niederrhein trägt weiterhin Krawatte

Die Krawatte gehört seit jeher zur Grundausstattung des Bankangestellten. Passend zum Weltfrauentag hat nun die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert ihren Dresscode gelockert. Die männlichen Mitarbeiter können nun selbst entscheiden, ob sie das traditionelle Accessoire tragen wollen. Entsteht dort ein Trend, dem sich andere Regionen anschließen? "Es ist sicherlich ein Thema über das in der öffentlichen Diskussion gesprochen wird. Wir sagen dennoch ganz klar: Wir halten die Krawatte nach wie vor für die typische Dienstbekleidung", sagt Jörg Zimmer, Pressesprecher der Sparkasse am Niederrhein. "Es ist erwünscht, dass die Berater in Anzug, Hemd und Krawatte mit den Kunden sprechen." Wenn die Sparkasse Auszubildende einstellt, bekommen sie die rote Krawatte gleich als Willkommensgeschenk dazu. "Ältere Kollegen müssen dann gerne auch mal beim Binden helfen, das sind die Jungen nicht gewohnt", sagt Zimmer.

Er räumt jedoch auch ein, dass es keine derartige Dienstvorschrift gibt. "Es ist eine Empfehlung, kein Zwang." Bislang würden jedoch bislang alle Mitarbeiter zur Krawatte greifen, aus freiwilliger Entscheidung. "Es ist eine Grundhaltung", ergänzt Zimmer.

Auch heute sei mit der Krawatte noch eine Art traditioneller Anspruch verbunden, erklärt er anhand einer Anekdote: "In einer Filiale in der Region arbeiten fast nur Frauen. Die Kunden laufen dann gerne zu dem einzigen Mann unter den Bankberatern. Der trägt Krawatte und gilt dann gleich als Chef."

(mlat)