Moers: Die Schlossparkbühne: Nebenschauplatz mit gutem Programm

Moers : Die Schlossparkbühne: Nebenschauplatz mit gutem Programm

Ein gerade mal vier mal vier Meter großer, nach allen Seiten offener Zeltpavillon. Mehr war die von der neuen Initiative "Kulturprojekte Niederrhein" am Samstag und Sonntag im Moerser Schlosspark aufgebaute Bühne nicht und damit wahrlich nur ein eher kleiner Nebenschauplatz des diesjährigen Moers-Festivals. Dennoch lohnte das dort angebotene Musikprogramm einen Besuch.

Nachdem am Samstag bereits eine Reihe renommierter Jazzmusiker, darunter das deutsch-niederländische "Fré Quartett" um die Sängerin Frederike Berendsen und der Kölner Kontrabassist Achim Tang, ein erstaunlich großes Publikum angelockt hatten, fanden auch am Sonntag wieder zahlreiche Fans den Weg zur Moerser Schlossparkbühne.

Bei strahlendem Sommerwetter startete das Programm zunächst mit einem Auftritt des "Vokalorchesters NRW", einer Gruppe junger, professioneller Jazzsänger, wobei die Zuhörer aufgefordert waren, sich "wegen der besonderen Akustik" zu deren Füßen zu setzen.

Daran anschließend präsentierte sich dann die Berliner Pianistin Julia Kadel an einem auf der Ladefläche eines Elektromobils festgezurrten Klavier, und ließ sich daran auch fröhlich improvisierend wieder wegfahren. Der nun folgende Auftritt vereinte mit dem Drummer Steffen Roth, dem Sopran-Saxophonisten Bruno Angeloni und Achim Tang am Kontrabass diesmal gleich drei instrumentale Könner zu einem hörenswerten Session-Trio, gefolgt von einem nicht minder beklatschten Quartett um die Sängerin und Percussion-Künstlerin Samira Al -Amrie.

Am Ende versammelten sich alle beteiligten Künstler dann schließlich noch zu einer großen gemeinsamen Session, und bewiesen dabei, obwohl die meisten von ihnen zum ersten Mal miteinander spielten, einen erstaunlichen musikalischen Gleichklang.

(lang)
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