Moers: Die Geburtsstunde von St. Josef

Moers: Die Geburtsstunde von St. Josef

Der große Fusionsgottesdienst in der Moerser St. Josef-Kirche wird zu den historischen Augenblicken zählen. In die neue Kirchengemeinde mündeten nach langen Vorbereitungen offiziell am Pfingstsonntag die bisherigen Gemeinden St. Bonifatius mit St. Markus, St. Josef und St. Ludger. Dicht gedrängt standen in der St. Josef-Kirche die Besucher, an denen zu Beginn des Gottesdienstes die Fahnenabordnungen der einzelnen Gemeinden vorbeizogen. Über eine Anlage wurde der Gottesdienst nach draußen auf den Kastellplatz übertragen, der später Ort der Begegnung der nun neuen St.-Josef-Gemeinde wurde.

„Sende deinen Geist aus und alles wird neu“, passte so ganz zum Pfingstfest wie auch als Leitspruch des Fusionsgottesdienstes. Markus Dördelmann, Pfarrer in Kamp-Lintfort, fungierte als Definitor stellvertretend für den Dechanten im Auftrag der Bistumsleitung. Er überbrachte die Gründungsurkunde und die Ernennungsurkunden für Pfarrer und Pastoralreferentinnen und -referenten. St.Josef als Gemeinde zu begründen, sei eine der ganz wichtigen Stunden in der Kirchengeschichte vor Ort, betonte Pfarrer Dördelmann. Unvergessen blieben in der Umbruchzeit von Kirche die Wunder von damals, die Formen von gestern. „Lasst uns zusammen eine neue Gemeinde sein“, so Pfarrer Markus Dördelmann und verlas die Gründungsurkunde als verwaltungsrechtlichen Akt von Bischof Dr. Reinhard Lettmann, datiert am 15. Januar 2008.

Drei Gemeinden gibt’s nicht mehr

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Offiziell hören damit die Kirchengemeinden St. Bonifatius, St. Josef und St. Ludger auf zu existieren. Die Pfarrkirche ist St. Josef in Moers, die anderen so genannte Filialkirchen. Das Vermögen geht in die neue Gemeinde St.Josef über, die Neuordnung des Besitzes wird durch eine bischöfliche Urkunde geregelt. Für die neue Gemeinde brauche es profilgebende Gesichter, „damit Gemeinde lebendig werden kann“, so Pfarrer Dördelmann. Den Pfarrern Hans-Joachim Klaschka und Heinrich Bücker überreichte er die Ernennungsurkunden, ebenso wie dem Seelsorgerteam und den Kaplänen Christoph Klöpper und Ingo Struckkamp. Der wird jedoch im September die Gemeinde verlassen und nach Oldenburg gehen. Nach dem offiziellen Gründungsakt verließ Pfarrer Dördelmann den Gottesdienst, um im Norden offiziell die Neugründung der Kirchengemeinde St. Martinus durchzuführen. In die Kirchengemeinde münden dort die bisherigen Gemeinden St. Barbara mit St. Lucia, St. Ida, St. Konrad, St. Marien und St. Martinus. Am Pfingstsonntag wurden acht katholische Kirchengemeinden zu zwei Großgemeinden fusioniert.

(RP)
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