Moers: "Dialog für Ausbildung" bei Volksbank

Moers : "Dialog für Ausbildung" bei Volksbank

Beim Unternehmer-Stammtisch stellte Guido Lohmann die neue Initiative mit Kreishandwerkerschaft und regionalen Betrieben vor. Markus Hoffmann verriet den Gästen auf unterhaltsame Art Tricks, um das Gehirn zu trainieren.

Das hat wohl jeder schon erlebt: Man kennt seinen Gesprächspartner, aber der Name will einem nicht mehr einfallen. Dass es einfache Tricks gibt, seinem Gehirn auf die Sprünge zu helfen, verriet Markus Hoffmann beim Unternehmer-Stammtisch der Volksbank Niederrhein in Wellings Parkhotel. "Vorsprung durch Wissen - der Weg zum perfekten Gedächtnis" lautete sein Thema, das er unterhaltsam und praxisnah anging.

Gastgeber Guido Lohmann äußerte sich eingangs zur aktuellen Entwicklung der Finanz- und Wirtschaftslage. Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Niederrhein kündigte ein Projekt an, das an die gemeinsame Ausbildungsinitiative von Volksbank und Rheinischer Post anknüpft: Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft und regionalen Betrieben startet die Bank die Initiative "Dialog für Ausbildung".

Lohmann spannte zunächst einen Bogen von der Weltwirtschaftslage über Europa nach Deutschland bis an den Niederrhein. Er bescheinigte der deutschen Wirtschaft eine unverändert stabile Situation. Aber der Finanz-Experte warnte: "Ich sehe die Gefahr einer gewissen Selbstzufriedenheit, die einen gefährlichen Nährboden für einen zukünftigen Verlust von Wettbewerbsfähigkeit darstellt." Es sei ein spürbarer Abfall der Produktivitätsentwicklung zu beobachten, der Garantin für Wirtschaftswachstum. Dieses, so Lohmann, sei in der Vergangenheit insbesondere durch Lohnzurückhaltung und die Agenda 2010 gestützt worden. "Diese Mittel sind ausgereizt. Ein stabiles Wachstum ist künftig nur zu gewährleisten durch Innovationen und massive Investitionen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor." Investition war dabei Stichwort für Lohmann. "Wir müssen dringend in die Bildung junger Menschen investieren - und damit in unsere Zukunft." Der Fachkräftemangel sei allgegenwärtig. Grund sei nicht zuletzt ein durch die Politik geförderter "Akademisierungswahn". Erstmal studieren, dann weitersehen", laute die falsche Devise. Dabei werde Deutschland beneidet um sein erfolgreiches duales Bildungssystem. Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel will die Volksbank Niederrhein Verantwortung übernehmen und ruft auf zum "Dialog für Ausbildung". Dieser Dialog soll ein durch die Volksbank Niederrhein organisiertes Forum des ständigen Austausches zwischen Unternehmen und Ausbildungsverantwortlichen in den Schulen am linken Niederrhein sein. Lohmann: "Wir haben bereits jetzt ein Dutzend Schulen und viele Betriebe mit dabei, ohne dafür geworben zu haben."

Gedächtnisexperte Markus Hoffmann zeigte den Gästen, wie sie sich mit Hilfe von "Briefkästen" und passenden Schlagwörtern viel merken können. Da saß plötzlich Dieter Bohlen im Geiste der Besucher auf dem Knie, um über das Stichwort "Macho" an "Machu Picchu" zu erinnern. So war für reichlich Gesprächsstoff gesorgt, als es zum Ausklang auf die Terrasse ging.

Infos über den "Dialog für Ausbildung" gibt es bei Michael Paßon, 02802 9101220 oder michael.passon@volksbank-niederhein.de

(RP)
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