Moers: Der neue Chef im Haus am Schwanenring

Moers: Der neue Chef im Haus am Schwanenring

Geschäftsführer Hinrich Kley-Olsen will die Begegnungsstätte zum Mittelpunkt von Hülsdonk machen.

Sein Leben steckte bisher schon voller Erlebnisse. Beispiel: Eine Demonstration gegen das DDR-Regime auf dem Alexandeplatz in Ost-Berlin im Jahr 1985. Jetzt ist Hinrich Kley-Olsen Leiter der Begegnungsstätte am Schwanenring in Hülsdonk. Der 50-Jährige löste Frank Langhoff am 1. Januar Jahres ab und geht seiner neuen Tätigkeit mit Motivation und Lust nach. "Ich möchte etwas bewegen. Das war schon immer in meinem Leben so", erzählt Kley-Olsen.

Sein Interesse zur Arbeit mit älteren Menschen entwickelte sich durch sein Studium. "Ich hatte als Schwerpunkt Innovative Seniorenarbeit gewählt. Damit war meine Zukunft für mich klar", sagt Kley-Olsen. Auch schon vorher hatte er Kontakt zu Menschen - als Kellner. Zurzeit hat er auch eine halbe Stelle als Referent für Erwachsenenbildung beim Neuen Evangelischen Forum Kirchenkreis Moers.

Die Begegnungsstätte am Schwanenring ist ein Treffpunkt für junge Menschen und Senioren. "Wir haben für jeden Angebote hier, doch leider sind die Jüngeren meistens durch ihre Arbeit verhindert", sagt die Vorsitzende für den Fachausschuss, Barbara Kiel. "Hier treffen sich immer so um die 300 Senioren, um zum Beispiel eine Runde Doppelkopf zu spielen, zu kochen oder um sich im PC-Klub mit der Technik auseinandersetzen."

Kley-Olsen sieht in der Begegnungsstätte das Zentrum des Stadtteils Hülsdonk: "Begegnung ist ein zentraler Aspekt, um den Menschen glücklich zu stimmen. Er braucht die Kontakte und die Kommunikation und wir ermöglichen dies hier mit unseren vielfältigen Kursen." Außerdem sieht er dort eine Chance für die Senioren, die alleine leben und nichts zu tun haben. "Hier ist man selbst tätig und lernt andere kennen. Dadurch entsteht Freundschaft. Dann hat man auch jemanden, der einem bei Problemen zur Seite steht."

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Kley-Olsen beschreibt die Begegnungsstätte als das "Service-Center fürs Altern im Stadtteil". Denn es werden viele aktive Kurse angeboten. Aber es wird auch an diejenigen gedacht, die körperlich eingeschränkt sind und vielleicht nicht mehr aus dem Haus kommen, um ihre Kinder zu besuchen. "Es gibt ein Projekt, bei dem junge Leute zu Älteren nach Hause fahren und ihnen zeigen, wie man mit seinem Kind oder Enkel zum Beispiel skypen kann."

Letztes Jahr feierte die Begegnungsstätte ihr 20-jähriges Bestehen. "Es gab ein großes Bürgerfrühstück mit über 100 Gästen. Darunter waren dann Politiker und auch Kirchenmitglieder", erinnert sich Barbara Kiel. "Auch neue Gesichter konnte man erkennen, die uns danach regelmäßig besucht haben."

Eine Bitte hat Hinrich Kley-Olsen an die Hülsdonker: "Wenn die Bürger einen Wunsch haben, einfach uns Bescheid geben. Wir freuen uns, wenn wir die Bedürfnisse anderer erfüllen können."

(phkl)
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