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Der Kulturrucksack 2019 in Moers ist geschnürt.

Kulturelle Bildung in Moers : Der Kulturrucksack 2019 ist geschnürt

Die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen wird in Moers groß geschrieben: Das Kulturbüro hat 2019 wieder einen Kulturrucksack mit zwölf verschiedenen Projekten gepackt. Das Land gibt eine Förderung von 20.000 Euro.

Musik und Tanz, Kunst und Fotografie: Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 Jahren bieten sich auch dieses Jahr in Moers vielfältige Möglichkeiten, sich außerhalb der Schule künstlerisch und kreativ zu verwirklichen. Möglich wird dies durch eine Förderung aus dem Kulturrucksack-Projekt, das das Land NRW 2011 gestartet hatte. Mit 20.000 Euro unterstützen die Ministerien für Kultur und Wissenschaft sowie für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration 2019 zwölf kulturelle Bildungsprojekte in der Grafenstadt. „Zwei Angebote haben bereits stattgefunden“, informierte Eva Marxen, Leiterin des Kulturbüros, am Donnerstag. So schufen Kinder in der offenen Einrichtung Asbär eine bunte Welt voller Tierwesen, und mit Künstlerin Annika Demmer konnten Kinder und Jugendliche zu Ostern Lichtgraffiti zeichnen. „Es sind 200 Bilder entstanden“, erzählte sie gestern. Teilnehmen können Interessierte noch an zehn weiteren Workshops. Emilio Gordoa, der Improviser in Residence, lädt Kinder und Jugendliche beispielsweise in die Woki-Werkstatt ein. Dahinter steckt der Plan, mit den Teilnehmern ein großes Klangorchester zu realisieren. Die Proben beginnen am Montag, 20. Mai, die Präsentation ist für Donnerstag, 23. Mai, geplant.

Der Moerser Stadtmusiker will mit den Kindern ungewöhnliche Instrumente bauen und Geräuschen auf die Spur gehen. Fotografin Andrea Zmrzlak wird in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum „Zoff“ wieder ein Fotoprojekt starten. Dieses Mal geht es um die Orte, an denen sich die Zehn- bis 14-Jährigen wohl und Zuhause fühlen. Klar, dass es auch Einblicke in die Kunst des Fotografierens geben wird. Das Zoff wird im Rahmen der neuen Kulturrucksack-Förderung außerdem zur Dance-Hall. „Wir haben schon so viele Anmeldungen bekommen, allerdings sind es vor allem Mädchen, die mitmachen wollen“, berichtet Gisela Wensing-Linden, Leiterin des Jugendzentrums an der Wilhelm-Schroeder-Straße. Das Tanzmobil von Andrea Hedding macht in den Herbstferien wieder Station am Bollwerk 107: Hip-Hop, Jazz, Show und Akrobatik stehen auf dem Stundenplan des einwöchigen Tanz-Workshops, der mit einer großen Präsentation vor Eltern und Freunden endet. Kunstpädagoge Rüdiger Eichholtz lädt Schüler ein, in der Moers-Festival-Werkstatt zu helfen und Möbel für den Dorfplatz am Festivalstandort Solimare zu bauen. Außerdem will er mit den Kindern in einer Schmiedewerkstatt Klangpfade und -skulpturen für den Schlosspark errichten. Aus dem Bereich der Bildenden Kunst steuert der Künstler Becker Schmitz einen Beitrag zu den Kulturrucksack-Projekten bei. Es handelt sich um ein Graffiti-Projekt aus selbst entwickelten 3D-Bildern, die später gesprüht werden. Die Musikschule in Moers veranstaltet am 6. und 7. Juli einen Songwriting-Workshop. Die Teilnehmer lernen das Schreiben von Texten, das Komponieren von Musik und das Arrangieren von Songs. Anmeldeschluss ist der 28. Juni. Der Workshop findet in der Musikschule an der Filder Straße statt.

Das Kulturbüro hat das Rucksack-Programm geschnürt und die Federführung bei der Projektbewerbung inne. „Vorgabe ist, dass die Angebote niederschwellig sind und möglichst viele Kinder mitmachen könen“, erläuterte Eva Marxen. Alle vorgestellten Projekte seien offen. Von den zuständigen Stellen in Düsseldorf gab es Lob fürs Moerser Engagement. Marxen: „Man hat uns eine Vorbildfunktion zugesprochen.“