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Moers: Delegation besucht Sauerlandpark

Moers : Delegation besucht Sauerlandpark

Vieles ist in Hemer vergleichbar mit Kamp-Lintfort. Die Stadt im Sauerland hat 36 000, die am Niederrhein 37 000 Einwohner. Hemer steckt im Strukturwandel, nachdem 2004 die Blücher-Kaserne geschlossen worden war und damit der größte Arbeitgeber wegfiel. In Kamp-Lintfort stellte 2012 das Bergwerk West seine Förderung ein, der größte Arbeitgeber verabschiedete sich damit. Außerdem bewarb sich die sauerländische Stadt für die Gartenschau 2010, wie jetzt Kamp-Lintfort für 2020. "Hemer und Kamp-Lintfort ähneln sich", sagt Andreas Iland, Projektleiter für die Laga-Bewerbung. "Auch die Fläche für die Landesgartenschau in Hemer entspricht der in Kamp-Lintfort, rund 40 Hektar."

Die vielen Gemeinsamkeiten waren der Grund, warum der Ausschuss für Stadtentwicklung entschied, mit seinen Mitgliedern am Mittwoch ins Sauerland zu fahren, um zu sich vor Ort zu informieren, welche Erfahrungen Hemer mit der Landesgartenschau gemacht hat. Neben diesen Mitgliedern schlossen sich Personen des Förderkreises der Gartenschau sowie Planer aus der Stadtverwaltung an. Die 45 Kamp-Lintforter wurden von Bürgermeister Michael Esken und Christian Wingendorf, Geschäftsführer des Sauerlandparks, wie das Gartenschaugelände heute heißt.

"Wir haben keine Ausgleichszahlung erhalten, als sich die Bundeswehr mit ihrem Panzergrenadierbataillon zurückzog, anders als andere Städte", berichtete der Bürgermeister Esken. "Das war ein Problem. Der Zuschlag zur Landesgartenschau war ein Steigbügel, um in Förderprogrammen der Stadtentwicklung höher zu rutschen. Insgesamt haben wir Geld über 27 Förderprogramme erhalten. Wir haben rund 40 Millionen Euro verbaut."

Der Bürgermeister aus dem Sauerland blickte auch auf den Niederrhein: "Die Kamp-Lintforter Bewerbung macht einen starken Eindruck. Mit dem Kloster Kamp und dem ehemaligen Bergwerk Friedrich Heinrich verfügen sie über Alleinstellungsmerkmale. Das zweite Pfund, mit dem sie wuchern können, sind die Kamp-Lintforter. Sie stehen mit großer Überzeugung hinter der Bewerbung und engagieren sich schon jetzt ehrenamtlich."

Am 30. Mai, ab 11 Uhr findet der Markt "Kunst und Genuss" an der Moerser Straße in Kamp-Lintfort statt. Dort gibt es den ersten Aktionsstand zur Landesgartenschau.

(got)