Moers: Alley Swipers spielen Blues und Classic-Rock

Bandcontest : Alley Swipers spielen Blues und Classic-Rock

Die Gruppe fiebert ihrem ersten Auftritt entgegen. Im Repertoire hat sie vor allem Stücke großer Blues- und Rockmusiker.

Die Musiker der Band „Frank and the Alley Swipers“ fiebern dem 15. Juni entgegen. An diesem Samstag nach Pfingsten geben sie auf Schloss Kervenheim bei Kevelaer ihr erstes Konzert, nach dem sie sich erst Mitte Februar zusammengefunden haben. „Dort sehen wie, wie die Zuschauer reagieren“, erzählt Sänger und Bandsprecher Frank Töpfer aus Moers. „Danach reflektieren wir, sprechen darüber, welche Stücke wir im Programm behalten sollten und welche wir tauschen.“

Die Gruppe hat 20 Stücke im Repertoire. Ein Drittel davon sind Songs, die allen Fans des Rocks und Blues der 60er, 70er und 80er Jahre bekannt sind und von vielen Bands gecovert werden. Zu diesen Songs gehören zum Beispiel „Hey Joe“ von Jimi Hendrix, „Knockin` On Heavens Door“ von Bob Dylan oder „Purple Rain“ von Prince. „Wir covern die Stücke nicht einfach“, sagt Schlagzeuger Patrick Janssen-Booms. „Wir interpretieren sie neu.“ Diese Stücke sind Gassenhauer im positiven Sinne, wie sich Alley Swipers übersetzen lässt, das im Englischen wie im Deutschen doppeldeutig ist. Es können im negativen Sinne auch die brutalen Schläger sein, die in schmalen Straßen zwischen zwei Häuserzeilen „aktiv“ sind.

Die anderen Dreiviertel sind Stücke, die ebenfalls von den großen Musikern des Blues und Rocks stammen, aber in Deutschland seltener gespielt werden. Dazu zählen beispielsweise „Love In Vain“ von Robert Johnson, „Sweet Little Angel“ von B.B. King, „Sweat Home Chicago“ von Eric Clapton, „La Grange“ von ZZ Top, „Simple Man“ von Lynyrd Skynyrd, „Roadhouse Blues“ von The Doors oder „One Of These Days“ von Ten Years After. Es sind tolle Songs.

Das sieht auch Gitarrist Matthias Mahlke so, der mit 42 Jahren der Benjamin von „Frank and The Alley Swipers“ ist: „Es gibt viele, die sich auf Blues- und Rockklassiker freuen, die nicht so oft gespielt werden. Sie nehmen schon einmal eine längere Anreise in Kauf.“

Auch die Band nimmt Anreisen auf sich, die jeden Mittwochabend in einem einstigen Bauernhof im Alpener Ortsteil Menzelen probt. Am 9. August ist es eine kurze, wenn sie im Hamborner Ratskeller im Duisburger Norden ihren zweiten Gig hat. Eine längere ist es, wenn sie am 9. November bei ihrem dritten Gig in Wolfsburg Blues und Classic Rock zum Besten gibt. „Wir wollen sieben oder acht Mal im Jahr auftreten“, berichtet Rhythmusgitarrist Alf „Icy“ Rose. „Wir spielen gerne, sind aber keine Fließbandarbeiter.“

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