Das White Dinner lockte deutlich weniger Gäste.

Kamp-Lintfort : Ökumenisches White Dinner im Grünen

Die Resonanz auf das Treffen war schwach. Die Organisatoren wollen einen weiteren Anlauf wagen. 

2016 feierten die Niersenbrucher zum letzten Mal ihr ökumenisches Gemeindefest. Es war das größte Gemeindefest in der Hochschulstadt gewesen. Doch die Organisatoren gaben vor zwei Jahren aus Altersgründen auf, nachdem sie keine jüngeren Mitstreiter gefunden hatten. Damit sich evangelische und katholische Niersenbrucher dennoch am letzten Sonntag vor den Sommerferien treffen können, lud ein Vorbereitungsteam 2017 zum ersten ökumenischen White-Dinner im Grünen ein. Es kamen 60 Personen. Bei der zweiten Auflage am Sonntag setzten sich nur zwölf ins Grün neben dem Pfarrheim St. Paulus. Dabei hatte das Vorbereitungsteam nichts am Konzept geändert. Die Besucher des White-Dinners deckten die Tische mit weißen Damasttischdecken ein, in die Muster eingewebt waren. Sie brachten Teller und Tassen mit. Auch sind Messer, Gabeln und Löffel aus Edelstahl keine Pflicht, die am späten Sonntagvormittag alle dabei hatten. Die Besucher brachten ihr eigenes Essen und ihre eigenen Getränke mit, wobei sie gerne einmal die anderen probieren ließen, zum Beispiel vom Ananas-Käse-Mandel-Salat oder vom alkoholfreien niederrheinischen Apfel-Prosecco. „In der Gemeinschaft schmeckt es einfach besser“, meinte Dieter Dormann, der mit Renate Hirt sowie Jörg und Yvonne Evers das vierköpfige Vorbereitungsteam bildet. Beim Essen kommt man schnell miteinander ins Gespräch.“ So richtig erklären konnte er sich die schwache Resonanz nicht. „Natürlich gab es am Sonntag viele andere Veranstaltungen, zum Beispiel das Pfarrfest von St. Barbara, den Tag der offenen Tür am Kamper Bienenhaus oder die Aktion der Offenen Gärten“, nannte er Ursachen. „Im letzten Jahr liefen aber auch Veranstaltungen parallel, etwa die 100-Jahrfeier der evangelischen Kirchengemeinde Lintfort. Ich denke, es ist über sechs Wochen lang heiß und trocken. Da gehen die Menschen nicht mehr so vor die Türe.“ Das Organisationsteam will im nächsten Jahr wieder am letzten Sonntag vor den Sommerferien zu einem White Dinner an die Fasanenstraße einladen. „Wenn es einmal nicht läuft, kann man eine schöne Idee nicht fallen lassen“, sagte Dormann. Die endgültige Entscheidung falle bei der Gemeindeversammlung des Bezirks St. Paulus.