Das Seniorenbüro in Moers-Repelen ist ein Erfolg

Moers: Hier finden Ältere unkompliziert Hilfe

Die Einrichtung der Grafschafter Diakonie erreicht beim „Wirksamkeitsdialog“ der Stadt Moers 100 Punkte.

Gute Nachricht für die Älteren im Sozialraum Nord: Dass Senioren aus Repelen, Rheinkamp-Mitte, Eick und Utfort mit dem Seniorenbüro der Grafschafter Diakonie am Markt 5 eine verlässliche und hilfreiche Anlaufstelle haben, bescheinigte der Einrichtung jetzt das Ergebnis des diesjährigen Wirksamkeitsdialogs der Stadt Moers. Die Einrichtung für Moerserinnen und Moerser im Seniorenalter erhielt bei dem Qualitätscheck, den die Grafenstadt jährlich in Bezug auf die offene Seniorenarbeit durchführt, die volle Punktzahl. „Wir sind stolz, dass wir seit Beginn der Erhebung kontinuierlich mit 100 die Höchstpunktzahl erreichen konnten“, freut sich die Leiterin der Einrichtung der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers, Beate Culemann-Kleer.

Das gute Ergebnis ist Ausdruck der kontinuierlichen bedarfsorientierten Arbeit. In den vergangenen zwölf Monaten informierten Fachleute bei regelmäßigen Beratungsterminen zu Themen wie „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ oder gaben in türkischer und deutscher Sprache Informationen zur Renten-, Pflege- und Krankenversicherung. Besucherinnen und Besucher kamen in Notlagen aller Art in die Offene Sozialberatung, ließen sich von Bezirksbeamten der Polizei in Fragen der Sicherheit beraten oder besuchten die Sprechstunden der Trauerbegleitung.

Dazu konnten Besucher mehr als 20 Extra-Veranstaltungen nutzen. Gemeinsam schipperten sie zum Beispiel mit der River Lady auf dem Rhein, übten in einem Selbstbehauptungskursus mit einem Trainer des Vfl Repelen die richtige Körpersprache in angstbesetzten Alltagssituationen, experimentierten beim Enkaustik-Malkursus mit einer besonderen Gestaltungstechnik oder genossen direkt im Seniorenbüro die Bilder von drei Kunstausstellungen. Wer lieber selber etwas auf die Beine stellen will, ist am Markt 5 ebenfalls richtig. „Im Seniorenbüro unterstützen uns viele freiwillige Engagierte, und wir fördern die Selbstorganisation unserer Besucher“, sagt Beate Culemann-Kleer.

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Im von Senioren per Ehrenamt organisierten Internetcafé treffen sich die Älteren einmal in der Woche, um zu surfen, zu chatten und Antworten auf offene Fragen aus der digitalen Welt zu erhalten. Die Ehrenamtlichen des nachbarschaftlichen Unterstützungsdienstes unterstützen Betagte bei kleineren Handgriffen, die für sie nicht mehr machbar sind, wie Glühbirnen wechseln, Sperrmüll auf die Straße stellen, bohren und so weiter. Kontakt mit anderen und Hilfe bei Fragen und Problemen finden Seniorinnen und Senioren im Seniorenbüro leicht. „Zu den Öffnungszeiten ist immer jemand ansprechbar, kann weiterhelfen oder sagen, wo weitergeholfen werden kann“, betont Beate Culemann-Kleer.

Besonderer Tipp der Leiterin: „Wer unkompliziert in Kontakt kommen möchte, kommt während der Markttage zu uns. Dann ist es hier im Marktcafé voll, eine Tasse Kaffee ist immer da, und Seniorinnen und Senioren aus ganz Moers sind uns willkommen.“

Kontakt: Seniorenbüro Repelen, Markt 5, Öffnungszeiten sind montags bis freitags, 9 bis 12.30 Uhr, Telefon 02841 73596.

(rei)
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